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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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450 HI- Von Einführung der Feuerwaffen bis zum dreissigjährigen Kriege etc.

dauernden Frieden wünsche, zu dessen Bekräftigung er die beiderseitigeEntsendung von Gesandten erforderlich halte. Aber der diese ganzeZeit hindurch in der Kryrn lebende moskauische Gesandte Zagrjaskischrieb, dass der Khan das ganze Jahr in grosser Unruhe gewesen sei,da er das Erscheinen Johann's mit einem Heere in der Krym erwartethabe, auch hätte er um Hülfe zum Sultan geschickt: am 1. Oktober habeWischnewetzki Islam-Kermen genommen, die Vertheidiger nieder-gemacht, die Kanonen von dort in seine Chortizker Insel entfuhrt: aufder andern Seite hätten 2 Pjätigorsker Tscherkessen-Fürsten die StädteTemrjuk und Taman genommen: endlich, dass der Khan lebhaft denFrieden wünsche. Johann antwortete, dass, wenn der Khan den Frie-den wolle, so solle er vor Zagrj aski Freundschaft schwören und nachMoskau eine grosse (vornehme) Gesandtschaft schicken. Der Khan aberwollte zuvor noch Wischnewetzki von der Chortizker Insel vertrei-ben und zog im Frühjahr 1557 mit seiner ganzen Macht gegen ihn, trafnach 24 Tagen vor der Stadt ein, richtete aber Nichts aus und war ge-zwungen unter Verlusten zurückzukehren. Wischnewetzki meldetedies an Johann und schrieb, dass so lange er auf der Chortizker Inselsei, es den Krymzern unmöglich sein werde, aus der Krym zu Feldezu ziehen. Im Herbst aber desselben Jahres meldete er, dass aufdie Nachricht von dem Heranrücken eines krymschen, türkischen undwolozker Heeres gegen ihn, er seine Stadt wegen Mangel an Lebens-mitteln verlassen habe, die Kasaken seien in Folge dessen auseinander-gegangen , er befinde sich wieder in seinen alten Städten Tscherkassyund Kanjew und erwarte die Befehle Johann's. Dieser befahl ihm,die Städte Tscherkassy und Kanjew dem Könige zu geben, mit welchemer im Waffenstillstand lebe, und selbst nach Moskau zu kommen. Hiererhielt er von Johann Bjälew mit allen Bezirken und Dörfern.

Dewlet - Ghirei, durch Wischewetzki's Abzug von derChortizker Insel erbost, begann von Johann zur Bekräftigung desFriedens reichere Geschenke und dieselben Abgaben zu verlangen,welche der lithauische König entrichte. Johann erwiderte, dass diesnicht zum Frieden führe, und Anfang 1558 schickte er Wischne-wetzki mit 5000 Shilzen, Bojaren-Kindern, Strelitzen und Kasaken anden Dnjepr, um die Krym von Westen her zu bekriegen, während er dietscherkessischen Fürsten beauftragte, sie von Osten her mit Krieg zuüberziehen. Zagrjaski, nach Moskau zurückkehrend, meldete, dassder Khan die Freundschaft mit Johann beschworen habe, aber vonLithauen wie von Johann Nutzen zu ziehen trachte und deshalb zuErsterem seinen Sohn gesendet habe, von Johann aber neuerdings Ab-gaben fordere. Johann, welcher sah, dass der Khan fortwährend seineEide brach, Hess sich auf Nichts ein und brach alle Beziehungen zu ihm ab.