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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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Bemerkenswertheste Kriege und Feldziige. 427

Feld, 1 Werst lang und breit, mit steilen Abfällen zur Kasanka und demunteren Kaban-See; jenseits des Arsko-Feldes lag, östlich von einer Ein-senkung, der Arsko-Wald, an seiner Lisiere der Arsko-Verkau:endlich4) zwischen Bulak und unterer Itschka, wie zu beiden Seiten der oberenItschka und östlich von dem linken Zufluss der Kasanka befanden sichnoch breite Erhöhungen mit steilen Abhängen zu den Flüssen hin.

Der Kaum zwischen den beiden Kaban-Seen war mit Wald bedeckt,zu beiden Seiten der unteren Kasanka tiefgelegene Wiesen und dünnesGehölz und Gestrüpp, endlich zwischen dem rechten Ufer der Kasankaund dem linken Ufer ihres rechten Nebenflusses sehr tiefes und sumpfigesGelände, besonders gerade der Festung Kasan gegenüber, und weiteroberhalb bewaldet.

Die Festung Kasan also, auf einem sehr hohen Berge mit steilen Bän-dern gelegen, an diesen Bändern mit hölzernen Mauern und Thürmen um-geben, ausserdem im Südwesten am Berge von den hölzernen Mauern undThürmen der Stadt mit breitem tiefen Graben, uud im Norden gleichfallsam Bergfusse durch die Kasanka gedeckt, beherrschte vollkommen dieStadt sowohl, als das ganze umliegende Terrain und setzte der Belage-rung und Wegnahme derselben erhebliche Schwierigkeiten und Hinder-nisse entgegen. Die Stadtthore 'heute grösstentheils nicht mehr vorhan-den), 12 an der Zahl, Messen zur Zeit der Belagerung: 1) das Tjumen-sche, 2) Atalykowsche, 3) Krymsche, 4) Zarewer, 5) Nogaische,6) Zboilewsche (später Wosnessensche, 7) Arskosche, 8) Kaibat-sche, 9) Schtschelsker, 10) Elbyginer, 11) Muraljejewsche, 12) Zarski(Zaren).

In der Festung und Stadt befanden sich zu ihrer Vertheidigung30000 Mann auserlesener Truppen zu Pferde und zu Fuss, vom moha-medanischen Fanatismus und dem Entschlüsse beseelt, sich aufs Aeus-serste mit der Feuer- und blanken Waffe, Bogen, und durch Ausfällezur Wehre zu setzen.

Das russische Heer, circa 150000 Mann mit 150 Geschützen stark,war am 20. 21. und 22. August auf 6 Brücken über die untere Kasanka,uahe bei deren Einmündung in die Wolga, vom rechten auf das linkeUfer gegangen, und hatte am 23. August ein Lager, zunächst nahe derWolga auf der Zarenwiese, dann weiter oberhalb zwischen Kasankaund oberen Itschka bezogen. Von hier wurden die Kegimenter an diefür sie bestimmten Punkte vor derFestung und Stadt geführt: das Avant-garden- und Grosse Polk östlich der Stadt, Bücken gegen dasArsko-Feld,

das Begiment der rechten Hand nördlich auf dem rechten Kasanka-Ufer, der Festung gegenüber, der Jertoul mehr links ebendaselbst,

das Begiment der linken Hand und neben diesem links das Begimentder Nachhut im Südwesten längs des Bulak gegenüber der äusseren