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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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Benierkenswertheste Kriege und Feldziige. 421

zu führen und die Kasanzer zu unterwerfen. In Folge dessen verliessSchig-Alej mit Chabarow's 500 Strelitzen Kasan, in welches da-gegen Mikulinski, Scheremetj ef, Serebrjany und Romoda-nofski mit Truppen aus Swjäshsk einrücken wollten. Als sie aber davoranlangten, verweigerten die von ihren 3 Fürsten aufgewiegelten Kasanzerihnen den Einlass und zeigten sich zur äussersten Gegenwehr entschlos-sen, und so mussten die Wojewoden am 12. März 1552 nach Swjäshskzurückkehren.

Johann, welcher dies am 24. März erfuhr, schickte sofort seinenSchwager (Bruder der Zaritza Ana st asia) Daniel RomanowitschZacharyn-Jurjew den Wojewoden in Swjäshsk zu Hülfe, und befahldem Schig-Alej sich in seine Stadt Kassimow zu begeben. Im Aprilberief er den grossen Rath (Duma) zusammen, um zu berathen, wie mansich gegen Kasan verhalten solle. In diesem Rathe empfahl man Jo -hannin Moskau zu bleiben und Wojewoden nach Kasan zu schicken,denn es sei Krieg nicht allein mit Kasan, sondern auch mit den Nogaien(zu welchen die Kasanzer Boten geschickt und um einen Zaren gebetenhatten) und der Krym zu gewärtigen. Johann aber, oft genug Zeugeder Unentschlossenheit der Wojewoden, erklärte (auf Adaschew's An-rathen), dass er ungesäumt selbst zu Felde ziehen wolle. Demzufolgewurde nun beschlossen ein Schiffsheer mit dem grossen G-eschützparkund Vorräthen für den Zar und die Truppen zu Wasser vorauf zuschicken, Johann selber sollte rechtzeitig mit einem Heere zu Landefolgen.

In demselben Monat (April) ging von den Wojewoden in Swjäshskdie Nachricht ein, dass die Berg-Tscheremissen aufgestanden und inVerbindung mit den Kasanzem seien, unter den russischen Truppen aberder Scorbut heftig grassire. Die Fürsten Gorbaty und Schuiski er-hielten nun von Johann den Befehl, sofort mit ihren Truppen nachSwjäshsk aufzubrechen. Hier angelangt, erfuhren sie, dass die Tschere-missen verrätherischer Weise abgefallen, mit den Kasanzern gemein-schaftlich nach Swjäshsk gezogen seien, und die gegen sie entsendetenKasaken besiegt haben; dass die Kasanzer auch die von Kama nachSwjäshsk ziehenden Kasaken zersprengt haben, welche mit dem Trossder Wojewoden Bojaren-Kinder zuvor nach Kasan gegangen waren, und dass sie von den Nogaien schon einen Zaren erhalten hätten, denZarewitsch von Astrachan, Eliger Mahmet,und endlich, dass inden russischen Heeren dem Scorbut viele Opfer fielen. Schig-Alejrieth, den Feldzug bis zum Winter aufzuschieben, weil man im Sommerdas Erscheinen auch der andern Feinde erwarten müsse, und das ka-sansche Land mit Wäldern, Seen und Sümpfen bedeckt und im Winterhesser für den Krieg geeignet sei. Johann aber war entschlossen, den

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