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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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422 HI. Von Einführung der Feuerwaffen bis zum dreissigjiikrigen Kriege etc.

Feldzug im Sommer auszuführen, und nicht im Winter, er Hess dieTruppen aus den entfernteren Gegenden hei Kolomna und Kaschira. ausden näheren bei Murom zusammen ziehen, und brach am 16. Juni ausMoskau nach Kolomna auf. Auf dem Wege dorthin erhielt er die Nach-richt . dass die Krymzer an die Südgreuzen rückten, er befahl daherdem Grossen Regiment bei Kolytschew, dem Avantgarden-Regimentbei Rostislawl, dem linken beim Golutwin-Kloster stehen zu bleiben. Am21. Juli ging eine neue Nachricht ein, dass der kryrnscke Zarewitschmit geringer Truppenmacht nach Tula rückte. Johann schickte sogleichdie Fürsten Schtschenj atef, Kurbski, Pronski, ChilkowundWorotynski mit ihren Heerhaufen nach Tula, und zog selbst alleKräfte zusammen, um ihnen zu folgen. Am folgenden Tage, dem 23.Juni, lief die Nachricht ein, dass höchstens 7000 Krymzer nach Tula ge-rückt und bald wieder abgezogen seien, am 23. Juni aber traf eine an-dere Meldung ein, dass derKrym-Khan selbst, Dewlet-Ghirei (Neffeund Nachfolger Saip's) mit grossem Tross und den türkischen Janit-scharen gegen Tula unterwegs sei. Johann befahl sogleich den Woje-woden , bei Kaschira über die Oka zu gehen, wohin er selber aufbrach.Hier aber erhielt er die Meldung, dass Dewlet-Ghirei am 22. Juniein heftiges Feuer mit glühenden Kugeln gegen Tula eröffnet und so-fort die Janitscharen zum Sturme geführt habe, als eine Feuersbrunst iuder Stadt entstanden war, der Tulasche Wojewode Temkin aber habeden Sturm abgeschlagen, wenn auch nur wenig Mannschaft bei ihm sei,und am andern Morgen sei der Khan, welcher Johann's Marsch aufTula in Erfahrung gebracht habe, unter Zurücklassung des ganzeuTrosses entflohen, Temkin mit Truppen und Einwohnern ihm nachge-setzt, und habe dieser viele Krymzer getödtet; 3 Stunden später trafendie Wojewoden bei Tula ein, jagten den Krymzern nach, schlugen siebei dem Flüsschen Schiworona, befreiten die russischen Gefangenen, undnahmen den Krymzern eine Menge Fahrzeuge und Kameele ab. DerKhan kehrte, in der allerdings irrigen Annahme, dass Johann mit seinergesammten Macht auf Kasan rücke, eilends nach der Krym zurück. Jo-hann ging nach Kolomna zurück und berieth sich mit den Bojaren undWojewoden, wie man nach Kasan gehen solle. Man fasste den Entschluss,2 Wege einzuschlagen: Johann selbst mit der zarischen Druschine unddem Reginiente der linken Hand nebst dem der Nachhut über Wladimirund Murom, die Fürsten Mstislawski und Worotynski mit demGrossen Regimente und denen der rechten Hand über Rjäsan und Mesch-tschera, um Johann's Marsch nach rechtshin gegen die Nogaien zudecken und dann mit ihm jenseits Alatyrj zusammen zu stossen. Zugleichwurde die Anordnung getroffen, dass 1) die Fürsten Gorbaty undSchuiski mit dem Avantgarden-Regiment sich auf Nishni-Nowgorod