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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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416 HI. Von Einführung der Feuerwaffen bis zum dreissigjährigen Kriege etc.

annahen der moskauischen Wojewoden mit der Hauptmacht zogen siesich wieder zurück.

Im Januar 1537 wurden moskauische Heere nach Wladimir undMeschtschera geführt, um von da nach Kasan zu gehen. Saffa-Ghireiaber rückte nach Murom, das er nicht einnehmen konnte ; er verbranntedaher nur die Vorstädte und zog ab , als die russischen Heere von Wla-dimir und Meschtschera heranrückten. Die Drohungen aber Saip-Ghirei's brachten einen Aufschub des Zuges nach Kasan zu Wege:Saip-Ghirei forderte den Frieden Moskau's mit Kasan als unerlässlicheBedingung für den Frieden mit der Krym. Während darüber noch ver-handelt wurde, begannen die Kasanzer im Vertrauen auf die Unter-stützung der Krym, die moskauischen Grenzbezirke zu verwüsten. ImJahre 1539 zogen sie gegen Murom und Kostroma, besiegten nach hart-näckigem Kampfe bei Kostroma die moskauischen Heere und tödteten 4Wojewoden, wurden dann aber selbst von Schig-Alej und dem Für-sten Mstislawski besiegt und gezwungen zu fliehen. Nun wollteSaip-Ghirei, dass Saffa-Ghirei mit ihm gleichzeitig das mos-kauischc Gebiet angreifen solle. Da die Krymzer aber lieber im Sommerzu Felde zogen, die Kasanzer dagegen im Winter, so drang Saffa-Ghirei mit den Kasanzem, Krymzern und Nogaien im Dezember 1540in die Provinz Nishegorod ein, griff Murom und Kostroma an, wurdeaber hier von Schig-Alej geschlagen, zog sich zurück, auch von demdurch ihn belagerten Murom, und kehrte heim.

Im Jahre 1541 bat die moskauische Partei in Kasan Johann IV.seine Wojewoden dorthin zu schicken. Iwan WassiljewitschSchuiski wurde mit andern Wojewoden und vielen höfischen undstädtischen Eatniks nach Wladimir geschickt, um den Stand der Ange-legenheiten in Kasan zu beobachten und Verbindungen mit den miss-vergnügten Elementen daselbst anzuknüpfen. Zu gleicher Zeit wurdenHeere nach Kolomna und an die Oka entsendet, um die Südgrenzengegen die Krym hin zu schützen. Saip-Ghirei hatte sich mit seinerganzen Orda gegen dieselben aufgemacht, mit nogaischen, kasanschen,astrachanschen, asowschen, Bjelgoroder (akj ermanschen) und sogartürkischen Truppen (welcher bei dieser Gelegenheit zum ersten Malein dem Kriege gegen Moskau Erwähnung geschieht), die Kanonenund Gewehre mit sich führten. Die weit hinaus geschickte Grenz-Stanizemeldete, dass sie auf die Spuren eines zahlreichen Heeres, wohl 100000Mann und darüber, gestossen sei. Nun wurden nach Serpuchow, Tula,Kaluga und Rjäsan starke Corps geschickt, unter Befehl des BojarenFürsten Dimitrji Bjelski, mit der Anweisung, sich gemeinschaftlichmit den Wojewoden von Koloma, wie gewöhnlich, längs des linkenUfers der Oka aufzustellen. Dem Fürsten Bulgakow Galitzyn mit