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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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392 III. Von Einführung der Feuerwaffen bis zum dreissigjährigen Kriege etc.

Stadt ein, welche nun umschlossen wurde (im Juli). Am 25. Septembertraf Wassilji|selbst vor Smolensk ein, wo sich wieder alle russischenTruppen versammelten. Die Belagerung begann, erfolglos wegen derstarken Lage und Befestigung von Smolensk, der ungeschickten Feuer-wirkung der russischen Artillerie, und der energischen und geschicktenVertheidigung durch Sologub. Was die russischen Geschütze am Tagezerstörten, besserten des Nachts die Belagerten wieder aus. Vergeblichversuchte Wassil ji Versprechungen und Drohungen, um die Belagertenzur TJebergabe zu bewegen: sie ergaben sich nicht. Endlich, da sichAlles vergeblich erwies und der Herbst bereits sehr vorschritt, zogWassilji nach aufgehobener Belagerung nach Moskau zurück, aber-mals ohne den geringsten Erfolg.

Im Februar 1514 .schloss er einen Allianz-Vertrag mit dem KaiserMaximilian, welcher Polen zu bekriegen versprach, und ebenso einenVertrag mit der Hansa, auch trat er in freundliche Beziehungen zu demtürkischen Sultan Selim I., welches ebenfalls auf Lithauen und Poleuabzielte. Am 8. Juni brach er zum 3. Mal zum Feldzuge gegen Smolenskauf, mit den Brüdern Jurji und Simeon; der 3. Dimitrjistand in Serpuchow, um die Südgrenzen gegen die Krym-Tataren zuschützen, der 4. Andreas blieb in Moskau. Glinski nahmes auf sich, zur Ueberwindung von Smolensk mitzuwirken, indem erseine Verbindungen mit seinen Gesinnungsgenossen und Freunden gel-tend machte, auch in Böhmen und Deutschland im Kriegswesen erfah-rene Männer anwarb (welche auch wirklich durch Livland nach Moskaugelangten). Am 20. Juli wurde Smolensk blokirt und ein heftiges undweit besser, als 1513, geleitetes Feuer eröffnet. Die Chronisten rühmenbesonders die Geschicklichkeit des moskauischen Artillerie-Oberbefehls-habers Stephan (ein Tscheche oder Deutscher): als er zum ersten Maledas grösste Geschütz abfeuerte, traf die Kugel in ein Geschütz derFestung, das auseinanderreissend viele Leute tödtete; das 2. Mal schossStephan kleine mit Blei umgossene Kugeln und tödtete wieder-um viel Volk; auch beim 3. Mal that sein Schuss grossen Schaden. Nunkam der Bischof von Smolensk, Waszonofji über die Brücke und batWassilji um Frist bis zum folgenden Tage, doch dieser bewilligte sienicht, sondern befahl im Gegentheil aus allen Geschützen die Stadt zubeschiessen, wodurch ein grosser Theil der Stadtmauern zerstört undviele Menschen getödtet wurden, auch in der Stadt eine Feuersbrunstausbrach. Nun kam W ars ono f j i mit S o lo gub, den Bojaren und demVolke aus der Stadt und baten Wassilji um Gnade. Dieser behielt dieAnführer sämmtlich gefangen, das Volk liess er in die Stadt zurückkeh-ren und diese mit Wachen besetzen, am andern Tage, 30 Juli, schickteer Danie 1 S ch tsch en j a mit Gehülfen, Djaken und Podjatschen in die