Bemerkenswertheste Kriege und Feldzüge. 391
seinem Onkel nicht Ppmmern und Preussen abzutreten und dessen Vasallzu werden gesonnen war. In Folge seiner Verbindungen mit dem deut-schen Orden musste auch der livländische Orden den Krieg an Polen er-klären. Kaiser Maximilian und die Reichsfürsten unterstützten Al-brecht. G-linski bewegte noch 1508 Wassilji zum Abschluss einesBündnisses mit Maximilian gegen Sigismund, um Diesem die Län-der des teutonischen Ordens für AI brecht, Kiew aber und die übrigenlitliauisch-russischen Städte für Wassilji zu entreissen. Allein diesesBUndniss wurde erst später, 1514, vollzogen.
Endlich brach am 19. Dezember 1512 Wassilji selbst aus Moskauauf zum Feldzuge gegen Smolensk, mit seinen beiden Brüdern Jurjiund Dimitrji, Schwager des getauften tatarischen Zarewitsch P e t e r,ferner mit Michael GJinski, den Wojewoden Daniel Schtschenjaund Rjäpnja Obolenski, und dem Hauptheere, bei welchem einesehr starke Artillerie sich befand. Ausserdem zogen Truppen aus ver-schiedenen Städten nach Smolensk und vor dem Hauptheere — Rj äpnj aObolenski, die Fürsten Bjelewski, Mikulinski, Obolenski,und die Wojewoden Tscheljadin, Buturlin, Protassjef, Zacha-rjin und Sobakin; nach Breslawl waren detachirt der WojewodeSchtschuka Kutusow und von Welikie Luki die Fürsten Odo-jewski, Kurbski, Jelezki und Bachtejar; aus Nowgorod nachCholm die Fürsten Schuiski, Buinoss Rostowski und die Woje-woden Iwan und Wassilji Morosow. Das Hauptheer, bei welchemsich Wassilj i selbst befand, stand unter Befehl des Zarewitsch Peter,unter welchem Was silji's Brüder, Daniel Schtschenja, Glinski,Massalski und viele andere vornehme Bojaren und Wojewoden Com-mando-Stellen bekleideten.
Im Januar 1513 schloss das russische Heer Smolensk ein, stand 6Wochen davor, beschoss es, verheerte die Umgegend, und führte endlicheinen nächtlichen Sturm dagegen aus, aber in grosser Unordnung, wobeidie Kanoniere in Wein betrunken waren. Die ganze Nacht und denfolgenden Tag währte ein heftiger Kampf, aber Smolensk bekamendie Russen nicht: mit grossem Verluste durch den lithauischen Woje-woden Jurji Sologub abgeschlagen, der die Stadt muthig und tapfervertheidigte, zogen sie ab und kehrten im März in die russischen Grenzenzurück, Wassilji aber begab sich wieder nach Moskau, — ohne dengeringsten Erfolg.
Am 14. Juni zog Wassilji von Neuem gegen Smolensk zu Felde,wohin er die Wojewoden Fürst Rjäpnja Obolenski und Saburowschickte, während er selbst sich nach Borowsk wandte. Sologub rückteaus Smolensk den Wojewoden entgegen und lieferte ihnen unter denStadtmauern ein Treffen, wurde aber geschlagen und schloss sich in die
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