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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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378 HI. Von Einführung der Feuerwaffen bis zum dreissigjährigen Kriege etc.

den Bojaren Fürst Rostowski und Simon Woronzof erfochten am14. November 1501 bei Mstislawl einen entschiedenen Sieg über das vonFürst Isheslawski und dem lithauischen Wojewoden (dem späterenberühmtenAtamanderDnjepr-Kasaken) Eustaphius Daschkowitschbefehligte, lithauische Heer, wobei die Lithauer 7000 Mann allein anTodten verloren. Damit endeten aber auch die bedeutenderen und erfolg-reichen Kriegsaktionen der moskauischen gegen die lithauischen Truppen.Johann's Sohn Dimitrji, vor Smolensk geschickt, konnte es nichtnehmen und begnügte sich mit der Wegnahme von Orscha und Ver-wüstung lithauischen Landes, was demnächst die sjäverschen Fürstenwiederholten. Der Krieg setzte sich fort, aber langsam und träge, sodassmitunter von beiden Seiten ein ganzes Jahr lang keine kriegerischeAktion und Bewegung erfolgte. Thätiger waren Mengli-Ghirei undStephan von der Moldau. Den Ersteren hatte Johann von Anbeginn ge-gen AI ex an de r aufgestiftet und bewogen nach Sluzk, Turow, Pinsk undMinsk zu gehen. M e n g li - Gh ire i blieb auch dem Bündniss mit Johanngetreu, obgleich Alexander ihn auf seine Seite zu bringen suchte. DieSöhne Mengli-Ghirei's drangen schon im August 1499 mit 15000Reitern in Podolien und Volhynien ein, plünderten und verbranntenChmjälnik, Kremenez, Brest, Wladimir, Luzk, Breslawl, einige Städtein polnisch Galizien, führten eine Menge Gefangene von da fort undmachten ungeheure Beute. Auch später noch verheerten sie noch öftersdas lithauische und polnische Gebiet.

Alexander wurde es leichter, das Bündniss zwischen Johannund dem moldauischen Stephan zu zerreissen oder wenigstens erheb-lich zu schwächen. Der Grund dazu war, dass Johann die TochterStephan's, Helena, in die Acht erklärte und ihren Sohn Dimitrjider Nachfolge beraubte. Uebrigens hatte der Unwille Stephan's gegenJohann keine wichtigen Folgen. Mehr Schaden brachte Johann dasBündniss AI ex an der's mit den Söhnen Achmat's, welche Mengli-Ghirei angriffen, und besonders sein Bund mit dem livländischeaOrden, welcher die moskauischen Kräfte an die Pskowschen Grenzen zog.Alexander bat sogar seine Brüder, die Könige von Polen, Böhmen undUngarn um Hülfe, sie konnten ihm aber nur ihre Fürsprache bei Johannzusichern. Alexander selbst schickte schon Anfang 1500 Gesandte zuJohann mit Beschwerden und Rechtfertigungen. Und im Januar 1501traf in Moskau ein Gesandter des Königs Wladislaw von Ungarn undBöhmen ein, welcher im Namen Wladislaw's und seines Bruders Jo-hann Albert von Polen für Alexander Fürbitte einlegte und Johannbeschworen mit Letzterem sich auszusöhnen, damit alle christlichenStaaten Europa's einig wären gegen ihrer Aller gemeinschaftlichen Feind,die Türken. Johann bewilligte den Frieden, aber nicht anders, als