Kriege Üst-Eusslands. 289
Wassilji hatten zum Verräther werden wollen, und dann ging er nachWologda. Wassilji, mit den tatarischen Angelegenheiten beschäftigt,konnte erst 1452 mit Heeresmacht gegen S chemj aka nach Ustjug auf-brechen. Schemjaka floh zu dem Fluss Kokschenga, Nebenfluss derWolga, wo ihm Städte angehörten, aber von Wassilji's Truppen ver-folgt, warf er sich von Neuem nach Nowgorod, und hier starb er imSommer 1453, vergiftet von seinem eigenen gegen ihn aufgestifte-ten Koch.
Mit dem Tode dieses unruhigen und grausamen Fürsten, welcherlange der Unruhestifter in Ost-Russland gewesen war, hörten die Strei-tigkeiten und Bürgerkriege in diesem Lande auf. Wassilji eigneteSchemjaka's Antheile: Galitsch, Kostroma und Ustjug dem mos-kauischen Grossfürstenthum zu, demnächst auch die Theilreiche derFürsten von Moshaisk, ßorow und Ejäsan. Ausserdem brachte er Now-gorod zur Ruhe, und wehrte, von den inneren Zwisten in der GoldenenHorde und den Unruhen in Lithauen Nutzen ziehend, mit Erfolg dieEinfälle der Tataren und Lithauer ab. Mit Festigkeit und Klugheitregierend, strebte er unentwegt dem von D i mi t r j i D o n s k oi gestecktenZiele, Vereinigung von Ost-Russland zu einem Reiche unter einem ausdem Geschlechte der Grossfürsten von Moskau stammenden Regenten zuund bereitete damit die endgültige Lösung dieser Aufgabe durch seinenSohnJohannHI vor.