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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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270 HI. Von Einführung der Feuerwaffen bis zum dreissigjährigen Kriege etc.

der Sieg war fast gleich einer Niederlage gewesen. Unter den Ge-fallenen befanden sich viele Fürsten, Bojaren und Wojewoden: DieFürsten F e o d o r v. Bj e 1 o s e r s k und sein Sohn Johann, die Fürstenv. Taruss, Feodor und sein Bruder Mstislaw; die Bojaren Si-raeon Michailowitsch, Nicolai und Timothei Wassilje-witsch Weljaminow, Söhne des Tausender, und Michae 1 Akin-thow, Leo Morosow, Andrei Sserkisow, Dimitrji Minin, desGrossfürsten Günstling Michael Brenok und viele Andere, ausserdemauch der eine Mönch und Krieger Alexander Pereswjät, welcherim Zweikampfe mit einem tatarischen riesigen Anführer Temir-Mursagefallen war.

Die Verfolgung hatte aufgehört, der Tag neigte sich zum Abend,die Sieger standen im wahren Sinne auf den Gebeinen, und imersten Drange des Herzens gaben sie Wladimir Andrej ewitsch denBeinamen der Tapfere. Aber der Grossfürst war nirgends zu finden;Alle haben ihn in der Schlacht gesehen, fechtend wie der einfachsteRatnik, einige ihn bemerkt, wie er sich tapfer gegen 4 Tataren zugleichwehrte, Andere, wie er vom Pferde gestürzt war, noch Andere wie er,schon zu Fuss und verwundet sich vom Schlachtfeld fortschleppte ....In grösster Besorgniss suchte Wladimir Andrej ewitsch mit vielenAndern lange nach ihm zwischen den Todten und Verwundeten,, endlichfand man ihn in dem Walde an der rechten Seite des Schlachtfeldesunter einem abgehauenen Baume, bewusstlos und mit ganz zerhauenemPanzer, aber zum Glück nicht tödtlich verwundet. Voller Freude be-nachrichtigten Alle ihn , als er wieder zu sich gekommen war, von demgrossen Siege. Ohne die Erschöpfung seiner Kräfte zu beachten, stieg erzu Pferde, beritt die Wahlstatt, dankte den Ueberlebenden, beweinte dieGefallenen, ordnete deren ehrenvolles Begräbniss an (später befahl ernoch, dass für ewige Zeiten an dem Sonnabend vor seinesSchutzheiligen Dimitrji Namens-Tage, 26. Oktober, ihr Ge-dächtniss gefeiert werden solle), schickte nach allen Seiten Courire fortmit der Freudenbotschaft vom Siege, und begab sich dann am 8. Tagenach der Schlacht nach Kolomna und am 26. September nach Moskau,wo er als der Erretter des russischen Vaterlandes empfangen wurde. DieTruppen gingen auseinander und nach Hause, da sie nicht, wie es hättesein müssen, im Stande waren, die Tataren bis in ihre Ulusse in derOrda zu verfolgen und dort das Werk der Befreiung von Ost-Russlandzu Ende zu führen. Ihre ausserordentliche Schwäche in Folge des gros-sen Verlustes in der Schlacht und die Gefahr in der Steppe Hungers zusterben oder von den sich von Neuem sammelnden Tataren geschlagenzu werden, Hess solchen Gedanken gar nicht aufkommen.

Jagailo hatte zur Zeit der Schlacht nicht weiter als 3040 Werst