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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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260 III. Von Einführung der Feuerwaffen bis zum dreissigjährigen Kriege etc.

feindselig gegen D i m i t rj i aufzutreten , ihm dagegen die Möglichkeitgewährten, sich ungestört mit den Tataren auseinander zu setzen.

§. 165.

Krieg mit der Horda und den Fürsten Oleg von Bjäsan und Jagailo

von Lithauen (13761382). Die Schlacht von Kulikowo

(8. September 1380).

Dimitrji, welcher schon zu wiederholten Malen die Orda durchUngehorsam aufgebracht hatte, von ihr zum Kampfe herausgefordertwurde und sich im im Stande fühlte seine Kräfte mit ihr zu messen, be-reitete sich mit Eifer dazu vor. Die gegenseitigen Feindseligkeiten be-gannen 1365 mit Einfällen der Tataren in die Provinzen Nishegorod undRjäsan, und der russischen Fürsten in das Gebiet der Kamawolga Bul-garen und Kasans. Inmitten dieser feindlichen Operationen erschlugenunter Andern im Jahre 1374 die Nishegoroder in Nishni Nowgorod dieGesandten Mamai's und mit ihnen 1500 Tataren.

Hierüber ergrimmt, schickte Mamai im Jahre 1375 die Tataren indie Provinz Nishegorod, welche das Land an den Ufern der Kascha, einesZuflusses der Tura, und jenseits der Pjana verwüsteten. D imit rj i über-schritt mehrmals die Oka, um sein Land gegen die Tataren zu schützen.Nach Beendigung des Krieges mit Twer und Lithauen, im Frühling 1376,sendete erWolhynski mit 2 nishegoroder Fürsten und einem Heerenach Kasan: Die Kasanzer rückten ihnen aus der Stadt entgegen, wur-den aber in die Stadt zurückgeworfen und zur Zahlung einer grossenLoskaufssumme gezwungen.

Im Jahre 1376 ging in Moskau die Nachricht ein, dass in dem Landean der Sura der tatarische Zarewitsch Ärapseha vom Ural-Flusse undAralsee her erschienen sei. Dimitrji sammelte sogleich ein grossesHeer und zog seinem Schwiegervater, dem Fürsten Dimitrj i von Nishe-gorod, zu Hülfe. Da aber über Arapscha lange Nichts weiter verlaut-barte, so kehrte Dimitrji für seine Person nach Moskau zurück, dieRegimenter von Wladimir, Perejaslawl, Jurjew, Murom und Jaroslawunter seinen Wojewoden zurücklassend. Zu diesem stiessen noch die Ni-shegorodzer unter ihrem Fürsten Johann. Das so gebildete starke Heerrückte über den Pjana-Fluss. Hier ging im Juli den Wojewoden die Nach-richt zu, dass Araps cha weit weg sei am Woltscha-Woda, dem FlusseDonez gegenüber, und ohne auf andre ihnen noch zugekommene Mel-dungen weiter zu achten, und auf ihre grosse Stärke sich verlassend,legten sie ihre Waffen ab, Uberliessen sich mit ihren Truppen der grösstenSorglosigkeit, gingen auf die Jagd, zechten u. s. w.

Während dessen hatte Mamai gelegentlich einer in der Horda