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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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170 in. Von Einführimg clor Feuerwaffen bis zum dreissigjübrigen Kriege etc.

genommen worden — auch St. Dizier, wo er heftigen Widerstand fand.Die französische Armee zog sich während dieser Zeit hinter der Marnebei Chälons zusammen, unter dem Befehl des Dauphins, des Herzogsvon Orleans, und D'Annebant's, welche, da sie schwächer waren alsKarl V., nicht zur Befreiung von St. Dizier zu gehen wagten. Dietapfere Garnison dieser Stadt war endlich gezwungen sich zu ergeben,beide Theile schlössen einen Waffenstillstand und knüpften Unterhand-lungen an, die jedoch bald wieder abgebrochen wurden, da Karl V. zuschwere Bedingungen stellte. Dieser marschirte auf Paris, nahm Epernayund Chäteau-Thierry und erregte in Paris solche Angst, dass man schonbegann die Anhöhe des Montmartre zu befestigen. Aber Karl V.wünschte den Frieden: die Zahl seiner Soldaten verminderte sich, wäh-rend die französische Armee bei La Ferte-sous-Jouarre stets anwuchs,und der herannahende Herbst drohte die Strassen ungangbar zu machenund Hunger zu erzeugen. Die Friedensunterhandlungen wurden wiederaufgenommen, und der (am 17. September 1544) zu Crepy (oder Crespy)geschlossene Friede setzte dem schweren und für Frankreich verheerendenKriege zwischen Franz I. und Karl V. ein Ende. Die Franzosen setztenden Krieg mit Heinrich VIII. fort, welcher nach Wegnahme von Bou-logne die Stadt Montreuil belagerte, aber zur Aufhebung dieser Belagerunggezwungen sich auf Calais zurückzog und nach England zurückkehrte.Im Jahre 1545 machten die Franzosen eine Landung auf der Insel Wightund wollten eine Festung auf derselben anlegen, zogen aber bald wiederab, weil ihre Galeeren ins mittelländische Meer geschickt wurden. Nunschlössen 34000 Mann französische Truppen Boulogne ein, litten aberfurchtbar von einer Seuche, welche u. A. auch den Herzog von Orleanshinraffte. Endlich kam im Jahre 1546 zu Guignes auch zwischen Eng-land und Frankreich der Friede zu Stande.