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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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35. Kriege der Römer zur Zeit der inneren Unruhen (13330 v. Chr.). 347

ohne Ruhm den Krieg gegen Rom im Mittelpunkte von dessen Macht ge-führt und war schliesslich nur durch das Zusammentreffen ungünstigerUmstände, Zwietracht und Uneinigkeit in seinem eigenen Heere, unddurch das Glück mehr noch als durch die Kunst des Crassus besiegtworden. Er kann daher mit Recht mit Viriathus zusammen in die Zahlder bedeutenderen Heerführer des Alterthums eingerechnet worden.

VIII.Der Krieg mit den Seeräubern und Kretern (7867).

§. 240.

Der Krieg in den Jahren 7867.

Anfang und Bntwickelung des Seeräuberunwesens. Unternehmungender Römer von 8778 und von 78-67. Ernennung des Pompejus.

Der Krieg mit den Seeräubern, der zu gleicher Zeit mit dem sertori-anischen und dem Sklavenkriege spielte, verdient Beachtung sowohl des-halb, weil mit den Operationen zur See auch solche zu Lande verbundenwaren, als wegen seiner Bedeutung und Gefahr für Rom, wegen des An-theils, welchen Pompejus daran nahm, der Geschicklichkeit, mit welcherer dabei verfuhr, und der Kürze der Zeit und des Erfolges halber, womiter denselben beendete.

Der Landstrich, aus dem das Seeräuberwesen herstammte, war daswestliche oder gebirgige Cilicien (oder Isaurien) in Kleinasien. Der An-fang des Seeräuberwesens fällt in die Zeiten der inneren Unruhen undBürgerkriege, welche das syrische Königreich der Seleuciden im drittenund zweiten Jahrhundert v. Chr. Geb. zerrissen. Anfänglich betrieben dieSeeräuber ihre Räubereien in Syrien und einen in jener Zeit sehr vor-teilhaften Sklavenhandel nach der Insel Delos. Im Laufe der Zeitenaber hatten sie, insgeheim von den Feinden Syriens, den Königen vonCypern und Aegypten, bisweilen sogar, wie es scheint, von den hab-gierigen römischen Statthaltern in Kleinasien beschützt, jedenfalls aberlange von Seiten der Römer unbeachtet geblieben, an Zahl, Machtund Kühnheit ausserordentlich zugenommen, besonders nach der Zer-störung der Flotte Mithridat's im Jahre 85. Seit dieser Zeit hatten sieihre Raubzüge nicht mehr auf den östlichen Theil des mittelländischenMeeres beschränkt, sondern sie auch in die Gewässer Italiens und Si-ciliens ausgedehnt, Kornzufuhren zur See nach Rom weggenommen, undöftere Landungen an den Küsten von Sicilien und Italien, ja sogar in