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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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33. Kriege der Römer zur Zeit def inneren Unruhen (13330 v. Chr.). 307

Avaren Marius, Sulla und eine Menge anderer tüchtiger und renommirterrömischer Kriegsleute. An activen Feldtruppen waren, die Garnison-truppen nicht eingerechnet, bei den Römern wie bei den Bundesgenossenim Ganzen an 100,000 Mann.

Die Bundesgenossen führten den Krieg mit äusserster Hartnäckig-keit und Erbitterung, anfangs auch sehr erfolgreich. Ihren Erfolgen kamder allgemeine Eifer, ihre Einigkeit, und auf der anderen Seite die Un-einigkeit der römischen Befehlshaber und deren theilweise Nachlässig-keit und Unbesonnenheit sehr zu statten. Marius gab verständiger Weisedem Rutilius den Eath, den Verbündeten die langsame zaudernde Artder Kriegführung eines Fabius entgegenzusetzen, einerseits um ihrenersten Eifer dadurch abzukühlen, sodann deshalb, damit die Römer,welche Rom und die ihm getreuen Landstriche; Latium, Etrurien undUmbrien hinter sich hatten, nicht jetzt und in Zukunft Mangel an Lebens-mitteln leiden könnten, die Bundesgenossen dagegen, welche den Kriegin ihrem eigenen Lande führten, bald vom Hunger zu leiden habenmüssten. Rutilius aber, ein missgünstiger Mensch und ganz unfähigerFeldherr, bildete sich ein, Marius wolle die Sache nur in die Längeziehen, um, im folgenden Jahre zum siebenten Mal zum Consul gewählt,die Ehre zu haben, den Krieg zu beendigen, verwarf diesen Rath, suchtevielmehr den Kampf und ward dafür durch eine Niederlage bestraft,welche aus einem Hinterhalte hervor der Prätor der Bundesgenossen,Vettius Cato, in dem Treffen am Flusse Tolenus im Lande der Marser(dem heutigen Turano in den Abruzzen) ihm beibrachte. In diesemTreffen fielen 8000 Römer und Rutilius selber ward tödtlich verwundet.Marius aber, der mit einem Theile der Armee auf dem anderen Tolenus-ufer gestanden hatte, machte diese Niederlage dadurch gut, dass er dasunbeschirmte Lager des Vettius Cato angriff und es mitsammt der ganzendarin befindlichen Bagage der Verbündeten nahm, sodass Vettius ge-zwungen war, zurückzugehen, ohne aus seinem Siege irgend welchenNutzen gezogen zu haben. Nichts destoweniger brachte die Kunde vondes Rutilius Niederlage in Rom einen grossen Schrecken hervor, der nochwuchs, als bald darauf die Nachricht einlief, dass der Legat RutiliusCäpio, welchem der Senat die eine Hälfte der Armee des Rutilius über-geben hatte (die andere war dem Marius unterstellt worden) durch Pom-pädius hinterlistig in einen Hinterhalt gelockt, geschlagen und mit demgrössten Theile seiner Truppen gefallen sei.

Damit aber waren auch die Erfolge der Bundesgenossen zu Ende.Bald erfocht der Consul Lucius Julius Cäsar einen Sieg über sie, aufden eine fast ununterbrochene Reihe anderer folgte. Die zu Anfang vonCäsar erlittene kleine und theilweise Schlappe hatte ihn nur um destovorsichtiger gemacht. In einem Lager nahe der Stadt Acerrä in Samnium.

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