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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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33. Kriege der Körner zur Zeit der inneren Unruhen (13330 v. Chr.). 303

selber an den Ufern eines Flusses (h. Are), der beide Heere trennte undaus denen beide Wasser holten. Die Römer trieben die Ambronen mit Ver-lust über den Fluss zurück in ihr Lager. Hier entspann sich ein hart-näckiger Kampf, an welchem selbst die Weiber der Ambronen mit Wuththeilnahmen und der grösste Theil von ihnen niedergemacht wurde. Dieherabsinkende Nacht zwang die Römer indessen, über den Fluss zurück-zukehren. In der Nacht legte Marius den Marcellus mit 3000 MannFussvolk in einen Hinterhalt in Wälder, Schluchten und Bodenvertiefun-gen am Ufer des Flusses etwas oberhalb des feindlichen Lagers, mit demAuftrage, während des Kampfes gegen den Rücken der Teutonen hervor-zubrechen. Er selbst formirte mit Tagesanbruch sein Fussvolk auf denAnhöhen, die Cavallerie schickte er in das Thal voraus, um die Teutonenanzulocken. Wirklich griffen sie das römische Fussvolk an, beim Er-steigen der Anhöhen aber geriethen sie in Unordnung, wurden abge-schlagen, gezwungen zurückzugehen und verfolgt, und im selben Augen-blick fiel Marcellus nebst der Cavallerie ihnen mit Ungestüm in den Rücken.Von vom und von hinten heftig angegriffen, geriethen die Teutonen gänz-lich in Unordnung und Verwirrung, ergriffen die Flucht und verloren,nachdrücklich verfolgt, an 100,000 Erschlagene und Gefangene (nachTitus Livius waren es 90,000 Gefangene und 20,000 Gebliebene, wasaber selbstverständlich keinen Glauben verdient). Das ganze Lager derTeutonen fiel in die Hände der Sieger, mit einer Ungeheuern und reichenBeute darin, welche die römische Armee als Zeichen der Dankbarkeitdem Marius übergab; er aber Uberliess sie der Armee zu dem aller-niedrigsten Preise und erwarb sich dadurch die Liebe der Truppen nochin erhöhtem Maasse. Das römische Volk walte ihn zum fünften Malehinter einander zum Consul mit dem Auftrage, mit Catulus zusammengegen die Cimbern zu operiren, der Senat aber erkannte ihm den grossenTriumph zu (101), welchen er indessen bis zu der Zeit verschob, wo erauch die Cimbern besiegt haben werde*).

. Diese Letzteren waren inzwischen in den rhätischen Alpen erschienen,überschritten den Kamm des Gebirges im Gebiete der Tridentiner undzogen dann imThale der Athesis (h. Etsch) hinab. Catulus, der mit seinerArmee im oberen Thal der Flüsse gestanden hatte, welche aus dem ge-nannten Gebirge nach Süden flössen, wich vor den Cimbern im Athesis-thale zurück, um seine Kräfte im Gebirge nicht zu zersplittern; auf demrechten Flussufer ein grosses, auf dem linken ein kleineres Lager be-ziehend , verband er beide durch eine Brücke. Die Cimbern begannenden Fluss zuzuschütten, um ihn passiren zu können, und hätten die rö-mische Brücke dadurch fast zerstört. Bei diesem Anblick geriethen des

Die Officiere seines Heeres nannten ihn Imperator. Anmerk. d. Uebers.