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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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298 HI. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

ILKrieg mit den Cimbern und Teutonen (113101).

§. 218.

Einfall der Cimbern und Teutonen; Schlacht bei Noreja; Ereig-nisse im transalpinischen Gallien; Schlacht am Bhodanus - Fluss

(114105).

Die erste Bewegung der Cimbern und Teutonen aus dem nördlichenGermanien, von den Ufern der Nord- und Ostsee, wo sie gewohnthatten, nach Süden zur mittleren Donau hin fällt in das Jahr 640 nachGründung Roms oder 114 nach Christi Geburt. Ihr Zweck war die Ueber-siedelung aus dem rauhen Norden in den gesegneten Süden, aus einerarmen Gegend in die durch Naturgaben und den Gewerbfleiss der Men-schen reichen Länder. Deshalb waren die Cimbern und Teutonen nachSüden aufgebrochen nicht blos mit ihrer waffenfähigen Mannschaft odereinem Heere, sondern mit ihren Familien und ihrer ganzen Habe. Mannimmt an, dass ihrer im Ganzen, mit Frauen und Kindern, weit über300,000 gewesen seien. Von den im heutigen Böhmen wohnenden Bojernzurückgewiesen, gingen sie über die mittlere Donau (wahrscheinlich imheutigen Ungarn), drangen bis in das Gebiet der Sordisker (am heutigenSave-Flusse) vor und wandten sich von da in südlicher Richtung in dasLand der Taurisker (das spätere Noricum, heutige Steiermark), wo siezum ersten Male im Jahre 113 mit den Römern zusammenstiessen. "IhreAnnäherung an die nordöstlichen Grenzen des cisalpinischen Gallienshatte den römischen Senat veranlasst, den Consul Papirius Carbo miteiner Armee zu entsenden, um ihnen in den norischen Alpen den Wegins cisalpinische Gallien zu verlegen. Als Carbo die Pässe in diesem Ge-birge versperrt hatte, erfuhr er, dass die Cimbern und Teutonen beab-sichtigten, nicht nach Südwesten, sondern nach Westen weiter zu ziehen.Statt sich auf den ihm gegebenen Auftrag zu beschränken, schickte Pa-pirius nun Gesandte an die Cimbern und Teutonen mit Drohungen wegender durch sie erfolgenden Verwüstungen des Taurisker-Gebietes, gleichals ob diese mit den Römern verbündet wären. Die Cimbern und Teu-tonen antworteten, dass sie nicht beabsichtigten feindlich gegen irgendein mit Rom verbündetes Volk zu handeln und deshalb Noricum ver-lassen und in Gegenden ziehen wollten, welche in keinerlei Verbindungmit Rom ständen. Papirius bildete sich ein, dass sie dies aus Furchtvor dem römischen Namen thäten, und fasste den Plan, sie plötzlich zuüberfallen und zu vernichten. Heimlich ihnen entgegenrückend überfiel