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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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274 III- Vom Tode Alexanders d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

trappen, den Eid der Treue dem Feldherrn, der sie ausgehoben hatte.Auf den Quinqueremen waren 400 Paiderer, auf den übrigen Schiffen jeim Verhältniss hierzu. Die Seesoldaten waren gleich den Landsoldatenbewaffnet, ausserdem hatten sie noch lange Lanzen, Sensen auf langenSchäften, zweischneidige Aexte und ähnliche Waffen zum Entern undzum Kampf auf den Schiffen. Die Ruderer waren gleichfalls bewaffnet

An Vorgesetzten gab es auf den Flotten folgende Rangstufen : 1) Vor-steher der Ruderreihen, welche den Takt der Ruder durch Hammerschlägemarkirten, 2) besondere Chargirte, welche die Taue, Steuerruder,Masten, Segel, Anker u. s. w. zu beaufsichtigen hatten, 3) Steuer-männer [gubernatores, magistri navium) , erfahrene und geschickteSeeleute, welche die Seewinde, Häfen u. s. w. genau kannten,4) Navarchen [navarchi), Befehlshaber der Schiffe (Kapitain), und5; Schiffspräfecten [praefecti navis) , welche die Marinetruppenauf den Schiffen befehligten. Den Oberbefehl über die ganze Flotteführten Consuln oder Prätoren, oder er war besonderen Befehlshabernübertragen, welche Führer und Präfecten der Flotte [duxpraefectusque classis) Messen.

Die Kriegshäfen waren entweder natürliche oder künstliche. DieLetzteren bestanden in halbkreisförmigen Dämmen mit zwei sich weit insMeer hinaus erstreckenden Molen. Der Eingang, an dem sich oft Signal-thürme befanden, war mit Ketten geschlossen. Innerhalb des Hafenswaren mehrere Abtheilungen hergestellt, die durch steinerne Wändevon einander getrennt, zum besseren Schutz der Schiffe gegen Stürmedienten und Werften, Arsenale u. dgl enthielten Nach der Seeseite hinwaren die Häfen durch Wände aus dicken Balken in einer oder mehrerenReihen geschützt, vor welchen geschlossene Reihen alter Schiffe lagen;nach der Landseite durch Erd-, Holz- oder Steinwälle mit Gräben,Thürmen und Thoren.

Bevor die Flotten in See gin 0 en, stiegen zuerst die Ruderer auf dieSchiffe, dann die Seesoldaten, es fand unter verschiedenen religiösenund feierliehen Ceremonien eine Flottenbesichtigung statt und die Schiffefuhren dann ins Meer hinaus, voran die leichten, dahinter die grossen,zuletzt die Trausportschiffe. Bei Landungen wurden die Schiffe ansLand gezogen und, wenu es erforderlich schien, mit einem Pallisaden-zaun nach der Seeseite hin und mit Feldbefestigungen nach der Landseitehin umgeben.

Die Seeschlachten fanden meist in der Nähe der Ufer statt, weshalbauch die Zeiten der Ebbe und Fluth sorgfaltig beobachtet werden muss-ten. Vor der Schlacht wurden die Schiffe thunlichst von allem Entbehr-lichen erleichtert, die Segel eingerafft und die Masten niedergelegt, da-mit der Wind die Ruderer nicht störe, und dann formirten sie die Schlacht-