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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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31. Die Körner bis zur Zeit der Bürgerkriege (13330 v. Chr.). 265

mation gegen die Parther wurde Crassus von ihnen besiegt und Antoniusvermochte nur mit Mühe sich ihrer zu erwehren.

Im Allgemeinen bieten die Schlachten dieser Periode eine ausser-ordentliche Verschiedenheit dar, sowohl der Anwendung der verschiede-nen Truppengattungen gemeinschaftlich, wie der Mittel zur Erlangung desSieges. In dieser Beziehung stehen die Schlachten Cäsar's obenan, eben-so wie er selber als Taktiker höher steht, als alle Feldherren des Alter-thums vor ihm und nach ihm. Bei ihm erreichte die Taktik, man kannwohl sagen, den höchsten Grad ihrer Entwickelung im Alterthum.

§. 206.Innere Organisation und Geist der Truppen.

In der Befehlsführung, Organisation, Unterhaltung, militärischenOrdnung und überhaupt in der inneren Organisation und dem Geiste derrömischen Truppen werden zu dieser Zeit grosse Veränderungen be-merkbar.

Die Dictatorwürde war das Ziel und die Waffe der Ehrgeizigen ge-worden, welche nach der höchsten Gewalt strebten, und ward fast un-unterbrochen verliehen. Den Legaten übertrugen die Feldherren schonmehr und mehr den Oberbefehl über eine oder mehrere Legionen. DieseWürde (Legat) hatte sich gewissennassen in die höchste der unter demOberfeldherrn stehenden Chargen verwandelt. Dabei hatte sich zugleichauch die Zahl der Legaten vermehrt. So befanden sich bei Pompejus indem Kriege gegen die Seeräuber 15, bei Cäsar bei seinem Aufbruch nachGallien 10 Legaten, welche gewöhnlich Legionen und Corps befehligten.Die Kriegstribunen befehligten Cohorten, den Centurien in den Cohortenstanden Centurionen vor, von denen der älteste Centurio der ersten Cen-turie der ersten Cohorte noch primijnlus genannt zu werden pflegte undSitz und Stimme im Kriegsrathe hatte.

Die kriegerischen Uebungen waren dieselben, wie ehedem, nurnahmen nicht mehr die Bürger, sondern nur noch die Krieger daran Theil,namentlich die des Pompejus und Cäsar. Nach Aussage des Sallust warPompejus selber äusserst geschickt in allen Arten gymnastischer undkriegerischer Uebungen. Die Truppen dieser Periode waren auch viel-fach mit verschiedenen Staatsarbeiten und Bauten beschäftigt, besondersmit dem Bau von Militär- (Kriegs-) Strassen in den eroberten Provinzen,mit der Befestigung stehender Lager, Städte u. s. w.

Den Sold der Krieger verdoppelte Cäsar vor dem Beginn seinesKrieges gegen Pompejus, d. h. vor dem ersten hispanischen Feldzug undvon da an erhielt der Fusssoldat 10 römische Ass (etwa 21 Kopeken =7y 28 Silbergroschen) pro Tag, der Centurio das Doppelte, der Ritter