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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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31. Die Eömer bis zur Zeit der Bürgerkriege (13330 v. Chr.). 263

Cohorten zeitweise die folgenden Abweichungen vor : 1) die Legion wurdeuicht in zehn, sondern in fünfzehn Cohorten getheilt, welche nicht ausdrei, sondern aus zwei Manipeln zusammengesetzt waren, und fünf Co-horten gehörten zu jeder der drei Linien , oder auch die Legion, in zehnCohorten getheilt, stellte sich in zwei Linien auf, fünf Cohorten in jeder;Julius Cäsar und Pompejus theilten und formirten aber- ihre Legionenstets so, wie oben gesagt wurde; 2) die Cohorten rangirten bisweilen infünf Gliedern, um die Frontlänge zu vergrössern, wie z. B. Cäsar beiPharsalus; 3) die Intervalle zwischen den Cohorten verminderten sichmehr oder weniger, fielen mitunter ganz weg, sodass die Legion ganz zueiner Phalanx zusammenschloss. Die Distancen dagegen von Linie zuLinie vergrösserten sich, z. B. bei Cäsar auf 300 Fuss oder 130 Schritt;.endlich 4) die Legionsadler befanden sich bisweilen, namentlich Anfangs,nicht in der dritten, sondern in der ersten Linie.

Unter den besondern Formationen der Legion zu dieser Zeit be-gegnet man bedeutend öfter als sonst: der tentudo (Schildkröte, Carre)sogar im Felde (wie z. B. bei Antonius gegen die Parther) in Formvon innen hohlen oder auch vollen Vierecken gegen den Feind,besonders gegen Cavallerie , wenn er (oder sie) von allen Seiten angriff(wie z. B. bei Marius gegen Jugurtha und bei Cäsar gegen die Gallieram Flusse Sabis, und in Afrika bei Ruspina) u. s. w.

Die gewöhnliche Marschordnung war noch die frühere, aber in derNähe des Feindes, mitunter auch (z. B. gegen die Gallier, Numidier,Parther und andere Völker) beständig während des ganzen Feldzugeskam die Ordnung zur Anwendung, welche unter dem Namen agmenquadratum bekannt ist, d.h. in Form eines innen hohlen Parallelogramms.So z. B. marschirte Marius gegen Jugurtha, Crassus und Antonius gegendie Parther, die Legaten Cotta und Titurius gegen Ainbiorix u. s. w.Besonders bernerkenswertk sind die Marschbewegungen des Marius gegenJugurtha. Er marschirte stets in Legionscolonnen; Sulla mit der Reitereiund Manlius mit den Schleuderern, Bogenschützen und ligurischen Hülfs-Cohorten deckten die Colonne, der Eine nach rechts, der Andere nachlinks. Vorn und hinten marschirten unter Führung von Tribunen jeeinige Legions-Cohorten ohne Gepäck. Voraus und seitwärts wurdenEclaireurs (speculatores) geschickt, Einheimische, welche den Feind aus-zukundschaften hatten.

Man findet auch in dieser Periode, namentlich in den FeldzügenCäsar's, aussergewöhnlich rasche Märsche. So z. B. bei der Belagerungvon Gergovia in Gallien brach Cäsar um Mitternacht mit der Reiterei undvier Legionen ohne Gepäck gegen die Aeduer auf, erreichte sie nach Zu-rücklegung von 3234 Werst (ca. 5 Meilen), umzingelte sie, zwang siedie Waffen zu strecken, gab seinen Truppen drei Stunden Ruhe und traf