30. Kriege der Römer nach dem zweiten punischen Kriege (200—133 v. Chr.). 243
petra (auf der korinthischen Landenge , indem er sich furchtsam stellte,und dadurch ihr Selbstvertrauen und ihre verwegene Kühnheit nochsteigerte. Aber inzwischen hatte Mummius schon rechtzeitig einen Theilseiner Eeiterei in ein Versteck gelegt, diese fiel unvermuthet der achäischenEeiterei in die Flanke und warf sie sogleich über den Haufen. Dasachäische Fussvolk hielt einige Zeit Stand, aber des Schutzes und derMitwirkung der eigenen Eeiterei beraubt, wurde auch dieses bald zurück-geworfen und wandte sich zur Flucht. Vielleicht hätte Diäus noch sichnach Korinth zu werfen und darin zu vertheidigen vermocht, und dem-nächst mit Mummius ein Abkommen unter mehr oder weniger erträg-lichen Bedingungen schliessen können. Aber kleinmüthig sich der Ver-zweiflung überlassend, floh er in seine Vaterstadt Megalopolis, wo er sichvergiftete. Alle Achäer, die sich nach Korinth geworfen hatten, sowieeine grosse Anzahl Bürger dieser Stadt retteten sich durch die Flucht,und Mummius, der nun ungehindert in Korinth einzog, übergab die Stadtseinen Truppen zur Plünderung und dann den Flammen. Hiermit warsowohl dem Kriege, als auch dem achäischen Bunde, wie aller politischenSelbständigkeit Griechenlands ein Ende gemacht. Der achäische Bundwar vernichtet, jede Stadt Griechenlands wurde einer Oligarchie unter-stellt, und ganz Griechenland in eine römische Provinz verwandelt unterdem Namen Acha j a (146).
§. 201.Der lusitanisehe Krieg (149—140).
Während die Eömer leicht und rasch die Gebiete von Karthago,Macedonien und Griechenland in römische Provinzen verwandelt hatten,stiessen sie in Hispanien in Viriathus und dann in den Numantiernauf furchtbare Feinde und während sechszehn Jahren auf den hart-näckigsten Widerstand von ihrer Seite. Die Kriege mit denselben, be-kannt unter dem Namen »der lusitanisehe und der numan tische«hatten ihren besondern, von jenem der gleichzeitigen Kriege der Eömerin den verschiedensten Gegenden und gegen die andern Völker gänzlichabweichenden Charakter, und verdienen theils um dieser Ursache willen,theils wegen der geschickten Operationen der Hispanier und besondersdes Viriathus eine ganz besondere Beachtung.
Der Krieg der Eömer mit den Hispaniern, welche hartnäckiger undlänger als alle übrigen Völker ihre Unabhängigkeit gegen Eom verthei-digten, hatte schon im Jahre 200 begonnen und dauerte fast ununter-brochen bis zum Jahre 133 fort im diesseitigen wie im jenseitigenHispanien (Hispania citerior und Hispania ulterior); in dem Ersterenwaren die erbittertsten und furchtbarsten Feinde der Eömer die Celtiberer,
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