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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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228 HI. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

tiochus aber lediglich auf die unwesentliche Mitwirkung der Aetolier undeiniger anderer unbedeutender Verbündeten in Griechenland zu be-schränken. Dies gelang dem römischen Senate auch vollkommen und dieFehler des Antiochus erleichterten ihm die rasche und gründliche Er-reichung des vorgesteckten Zieles noch mehr. Antiochus, der denAetoliernglaubte, dass ganz Griechenland sich mit ihm vereinen werde, sobald ernur als Befreier von den Römern dort erscheine, langte im Herbste desJahres 192 mit solch geringer Macht dort an (10,000 Mann Fussvolk,500 Reiter und 6 Elephanten), dass weder die Achäer, noch Philipp auchnur daran denken konnte, sich mit ihm zu verbünden, und dass selbstdie Aetolier in ihrem Eifer für ihn erkalteten. Unter diesen Umständen-hätte Antiochus mit seiner Politik und seinen Waffen wenigstens so ope-riren müssen, dass er gleich mit dem ersten Schritte in Griechenlandirgend welchen Erfolg erlangte und Bundesgenossen erwarb, oder dasser zum Mindesten keine Misserfolge erlitt und die Gefahren seiner Lagenicht noch vermehrte. Aber alle seine Thaten tragen im Gegentheil denStempel der grössten Verblendung und des höchsten Unverstandes.Gleich seine erste Unternehmung gegen Chalcis auf der Insel Euböa warerfolglos deshalb, weil er dafür zu wenig Truppen mit sich genommenhatte, und Chalcis, wie alle übrigen Städte Euböas ergaben sich ihm erstdann, als er mit einer grösseren Truppenmacht abermals auf dieser Inselerschien. Jetzt rieth ihm Hannibal, ungesäumt alle Land- und SeekräfteSyriens in Griechenland zu concentriren, einen Theil der Flotte nachBrundisium zu schicken, um die Römer an der Ueberfahrt nach Griechen-land zu verhindern, den anderen Theil an die Süd- und WestküstenItaliens zu entsenden, selbst aber mit der gesammten Landmacht an derillyrischen Küste nahe bei Epirus sich aufzustellen, um von dort aus inder Lage zu sein, je nach Umständen entweder Griechenland zu be-schützen, oder von Norden her sogar in Italien einzufallen. Antiochusaber that Nichts von dem Allen, theils weil seine Höflinge und Schmeich-ler ihm davon abriethen, theils deshalb, weil er selbst sich dem EinflüsseHannibal's entziehen, selbständig handeln und sich allein den Erfolg ver-danken wollte. Er beschränkte sich also darauf, sein Heer und seineFlotte aus Kleinasien heranzubeordern, nahm einige Städte in Thessalienein und brachte dann den ganzen Rest des Winters in Chalcis mit Festenund Gelagen in gänzlicher Unthätigkeit hin.

Als solchergestalt für die Römer der Zeitpunkt gekommen war, mitden Waffen zum Austrag zu bringen, was so glücklich und erfolgreichfür sie durch die Politik ihres Senates und die Fehler des Antiochus vor-bereitet worden, da erschien sofort in Griechenland eine römische Armee.Im Frühjahr des Jahres 191 landete der Consul Acilius Glabrio mit20,000 Mann Fussvolk, 2000 Reitern und 15 Elephanten in Epirus und