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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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224 HI. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chi-.).

genommen und nur in Fällen von besonderer Wichtigkeit durch Ein-schliessung oder regelrechte Belagerung, sodass im Allgemeinen dieEroberung der feindlichen Städte weder die Easchheit, noch die Ent-schiedenheit der Feldoperationen der Römer abschwächte, vielmehr dieseOperationen und namentlich der Kampf immer den ersten Eang ein-nahmen und die Hauptsache blieben; die Taktik entschied nach wie vordas Loos der Kriege und Staaten auf dem Schlachtfelde und war derwichtigste Zweig der Kriegskunst der Römer.

Dies war im Allgemeinen der Charakter der von den Römern nachdem zweiten punischen bis zum Beginn der Bürgerkriege geführtenKriege, hierin bestand ihre Art und Kunst der Kriegführung. Die Ver-schiedenartigkeit der Umstände, der Mittel, mit denen der Krieg geführtwurde, der persönlichen Eigenschaften und des Charakters der Feld-herren, welche die römischen Armeen befehligten, waren natürlicherWeise die Ursachen, dass jeder Krieg bei den gleichen und allen gemein-samen Hauptzügen dennoch irgend welche Besonderheiten darbot. DieKiiege dieses Zeitabschnittes können im Allgemeinen nach ihren Zieleneingetheilt werden in solche, welche behufs Vollbringung neuer Erobe-rungen, und solche, welche behufs Erweiterung und Befestigung der altengeführt wurden. Die der ersten Klasse waren die wichtigeren; zu ihnengehören: der erste, zweite und dritte macedonische Krieg, der Krieg mitdem König Antiochus III. dem Grossen von Syrien, der dritte punischeund der achäische oder griechische Krieg. Zu denen der zweiten Klasserechnen wir die Kriege mit den aufständischen Bewohnern des cisalpini-schen Galliens, Istriens, Sardiniens und Corsikas und besonders diewichtigsten und bedeutendsten derselben: den lusitanischen Krieg mitViriathus und den numantischen mit den Einwohnern der hispanischenStadt Numantia.

§. 196...Der erste macedonische Krieg (200197).

Gleich nach Beendigung des zweiten punischen Krieges wendetensich die Römer gegen Philipp von Macedonien, welcher schon vordemfeindselige Absichten gegen sie kundgethan hatte, und beschlossen, ihngänzlich aus Griechenland zu verdrängen und ihn für die Zukunft fürRom unschädlich zu machen, in Griechenland aber stattseiner ihre eigeneMacht und ihren Einfluss zu befestigen. Anlass dazu fand sich genug,Philipp, der in Griechenland den achäischen Bund auf seiner Seite hatte,schloss mit dem König Antiochus HL von Syrien ein Bündniss gegenAegypten, das unter dem Schutze der Römer stand, und bedrohte ausser-