168 III- Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zum zweiten punischen Kriege.
Dentatus, in welcher der Erstere trotz seiner Elephanten besiegt und miteinem Verlust von 26,000 Mann Gefallenen und 1300 Mann Gefangenennebst acht gefangenen Elephanten zur Flucht nach Tarent gezwungenwurde.
Dieser Sieg entschied den Krieg mit Pyrrhus und den Völkern undStädten Süd-Italiens. Pyrrhus zog für immer aus Italien ab nach Epirusund Hess nur in Tarent eine Besatzung zurück.
Der Consul Cornelius hatte inzwischen über die Lucaner Erfolgedavongetragen und kehrte dann nach Samnium zurück, wo er mehrereStädte unterwarf.
In den J. 274—272 führten die Römer denKrieg gegen dieLucaner,Bruttier und Samniten erfolgreich weiter. Die Letzteren unterwarfensich im J. 272 , da sie nicht mehr auf die Hülfe des vor Argos in Grie-chenland getödteten Pyrrhus hoffen konnten, den Römern definitiv. DieTarentiner, welche der Befehlshaber der von Pyrrhus dort belassenenGarnison unter strenger Aufsicht gehalten hatte, wandten sich mit derBitte um Hülfe nach Karthago, welches sogleich, unter dem Vorwandeder Vertreibung Milo's aus dieser Stadt, aber mit der heimlichen Absicht,sich derselben zu bemächtigen und sie gegen Rom zu behaupten, eineFlotte nach Tarent sandte. Denn nachdem die Karthager sich des gröss-ten Theiles von Sicilien bemeistert hatten, erachteten sie es durch ihrInteresse geboten und nnerlässlich, an den Küsten Süd - Italiens festenFuss zu fassen. Indessen hatte auch der Consul Papirius Cursor dieStadt Tarent von der Landseite eingeschlossen, und da er in den Unter-handlungen mit den Einwohnern geschickter war, als der karthagischeAnführer, so gelang es ihm, sie zur freiwilligen Uebergabe an ihn zubewegen, worauf er dem Milo mit der epirotischen Garnison freien Ab-zug gewährte.
Der andere Consul Carvilius nöthigte die Lucaner und Bruttier nachmehrfachen Niederlagen um Frieden zu bitten; er und Papirius Cursorerhielten die Ehre des Triumphes.
Endlich in demselben Jahre 272 entsandte der römische Senat denConsul Genucius mit einer Armee, um die samnitisch - campanische Le-gion zur Strafe zu ziehen, welche sich der Stadt Rhegium bemächtigthatte, — auf der Sicilien gegenüber gelegenen Südwestspitze von Süd-Italien.
Es wurde schon oben bemerkt, das Rhegium selbst um eine römischeBesatzung gebeten hatte. Eine samnito-campanische Legion war hinge-schickt worden, unter Befehl des Kriegstribunen Decius Jubellius. DasBeispiel ihrer Nachbarn und Stammesgenossen in Messana, der Ma-mertiner, hatte die Samniten in Rhegium verlockt, und sie hatten sichder Stadt bemächtigt, indem sie die Einwohner theils verjagten, theils