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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 2 (1874) Vom Tode Alexander's des Grossen bis zum zweiten punischen Kriege : (218 v. Chr.)
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21. Kriege der Römer von 343 bis 264. 161

der Krieg mit den Etruskern und Umbrern sprengte den etruskischenBund, wie früher den latinischen; und der letzte Krieg endlich mit denSamniten, Etruskern, Umbrern und Galliern brach den hartnäckigenWiderstand dieser Feinde für immer: Samniten, Etrusker und Umbrermussten sich unterwerfen, die senonischen Gallier wurden fast ganzvertilgt, und nach 60 Jahren des Krieges war ganz Italien von der Grenzedes cisalpinischen Galliens bis Grossgriechenland Rom unterworfenoder in Abhängigkeit von Rom. Und diese ausserordentlichen politischenResultate hatte Rom erreicht, nicht nur ohne Schwächung seiner Kraftund ohne Erschöpfung seiner Mittel, sondern im Gegentheil, sie hattenzu seiner bedeutenden Kräftigung und Bereicherung beigetragen, sein ge-sammtes Kriegswesen entwickelt, die römischen Truppen, Legionen ufiddie römische Taktik ausgebildet und vervollkommnet, die Art und Kunstihrer Kriegführung gefördert. Das war die Bedeutung, die hohe Wichtig-keit dieser 60 Kriegsjahre für die Römer; durch sie war die feste Grund-lage geschaffen und die erste Stufe beschritten zu den weiteren Erobe-rungen, wie zu der Macht und dem Ruhme Roms. Und darum lassen sieauch die inneren und die äusseren Kriege der Griechen, auch aus denbesten Zeiten der griechischen Geschichte, weit hinter sich zurück anBedeutung und Folgen.

II.Krieg mit Tarent und Pyrrhus (281272).

§. 138.Krieg mit Tarent und Pyrrhus (281272).

Kaum war der Krieg Roms gegen die Völker Mittel-Italiens beendigt,als ein eigenthümlicher Zufall es mit der reichsten und mächtigsten StadtGrossgriechenlands oder Süd-Italiens, mit Tarent, und mit dem vonTarent zu Hülfe gerufenen König Pyrrhus von Epirus in Conflict setzte,zum ersten Mal also Römer gegen Griechen, Legion gegen Phalanxstellte.

Veranlassung dazu waren folgende Umstände:

Die griechischen Städte Grossgriechenlands boten ganz dieselbenErscheinungen dar, wie die des eigentlichen Griechenlands, d. b. be-ständige Kämpfe zwischen der aristokratischen und demokratischenPartei. Die Erstere hielt es immer mit Rom, rief es um Hülfe an undbegab sich unter seinen Schutz. So hatten sich nach und nach eine

G ali t zi n, Allgem. Kriegsgeschichte. 1,2. 11