1 56 HI. Vom Tode Alexiinder's d. Gr. bis zum zweiten punischen Kriege.
wurden grösstentheils von den Pelignern erschlagen, und Volumnius griffin Samnium am Berge Tifernus ein anderes Samnitenheer an, dem erebenfalls eine Niederlage bereitete.
Diese von den Kömern gleichzeitig den Bundesgenossen ausge-theilten harten Schläge, namentlich der Sieg bei Sentinum, sprengtenden Bund und die Kräfte der Feinde Korns. Der Krieg hörte aber damitnoch nicht auf, — die Verbündeten konnten ihn zwar nicht mehr ge-meinschaftlich und mit vereinten Kräften führen, setzten ihn aber einzelnfort, wenn auch in immer schwächer werdender Defensive, während dieRömer immer stärker und entschiedener zur Offensive übergingen. Sobrachten noch in demselben Jahr 295 die vereinten römischen Heere desPrätor Appius Claudius und des Proconsul Volumnius abermals denSamniten in der Schlacht bei Stella eine Niederlage bei, in welcher16,300 Samniten fielen und 2700 in Gefangenschaft geriethen.
Im J. 294 wurden beide Consuln, Postumius Megellus und AttiliusRegulus, nach Samnium geschickt. Wegen Erkrankung des Ersterenübernahm der Letztere den Oberbefehl des Ganzen. Die Samniten wagtendas römische Lager zu überfallen, wurden aber nach heftiger, den ganzenTag währender Vertheidigung zurückgeschlagen. Nachdem Postumiusund Regulus sich vereinigt hatten, zogen sich die Samniten zurück, dieConsuln durchzogen dann in entgegengesetzten Richtungen plünderndund verheerend ganz Samnium, dabei nahm Postumius Milionia, Ferenti-nnm , und viele andere samnitische Städte, Regulus aber zog- der vonden Samniten belagerten Stadt Luceria zu Hülfe. An der Grenze ihresGebietes entspann sich ein Kampf, der bis zur Nacht unentschieden blieb.Am andern Morgen weigerten sich die römischen Soldaten, den Kampfmit den Samniten wieder aufzunehmen, und nur die eindringlichen Vor-stellungen des Regulus vermochten sie, aus dem Lager zu rücken undden Samniten entgegen zu treten. Diese zeigten aber noch grösserenKleinmuth und wurden mit einem Verluste von 4S00 Mann Gefallenenund 7200 Gefangenen geschlagen ; die Römer selber verloren an beidenTagen 7200 Mann. Nun zog Regulus nach Interamna, wo er auf einanderes samnitisches Heer stiess, welches diese römische Colonie ausge-plündert hatte; erjagte demselben nicht nur die ganze Beute ab, sondernmachte es grösstentheils nieder.
Inzwischen war Postumius aus Samnium nach Etrurien gerückt undhatte die Etrusker bei der Stadt Volsinii geschlagen, die Stadt Ruselläunterworfen und die drei stärksten Städte Etruriens: Volsinii, Perusiaund Arretium gezwungen, um Frieden zu bitten, statt dessen ihnen abernur ein vierzigtägiger Waffenstillstand bewilligt wurde.
Im J. 293 hatten die Samniten bei der Stadt Aquilonia 40,000 aus-erlesene Krieger aufgestellt und geschworen zu siegen oder zu sterben.