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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 2 (1874) Vom Tode Alexander's des Grossen bis zum zweiten punischen Kriege : (218 v. Chr.)
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21. Kriege der Römer von 343 bis 264. \ 57

Während dessen hatte der Consnl Carvilins mit den bei Interamna stehengebliebenen Legionen Arniternum eingenommen, und derConsulPapiriusCursor, Sohn des gleichnamigen einstigen Dictators, mit den neu ausge-hobenen Legionen die Stadt Duronia erstürmt. Dann durchstreiften beideConsuln, jeder für sich, das samnitische Gebiet und machten, Carviliusvor Cominium , Papirius vor Aquilonia Halt. Ihrer Verabredung ge-mäss griffen sie gleichzeitig am selben Tage und zur selben Stunde an,der Erstere stürmte gegen Cominium, der andere lieferte unter denMauern von Aquilonia dem samnitischen Heer eine siegreiche Schlachtund nahm das feindliche Lager weg, und demnächst wurden Cominium,Bovianum und Aquilonia erobert. Die Samuiten hatten dabei einen Ver-lust von 30,000 Gefallenen und 3800 Mann Gefangenen. Cominium undAquilonia wurden geplündert und den Flammen übergeben. Dannwandten die Consuln, da sie im offenen Felde keinen Widerstand vonden Samniten mehr fanden, ihre Kräfte der Unterwerfung der samniti-schen Städte zu. Papirius nahm Säpinum nach heftiger Gegenwehrseiner Bewohner, von denen 7400 niedergemacht wurden, dann kehrteer nach Rom zurück, mit ungeheurer Beute beladen (im Werthe vonmehr als 60,000 Rubel), und erhielt den Triumph zur Belohnung. Car-vilius, welcher in Samnium Volana, Palumbinum und Herculaneum ein-genommen hatte, zog nach Etrurien, wo sich mit den zu den Waffengreifenden Etruskern die gegen Rom aufgestandenen Falisker vereinthatten. Nach Unterwerfung der reichen etruskischen Stadt Troiliumund fünf andrer befestigter Schlösser, schloss Carvilius mit den Etruskerneinen Waffenstillstand auf ein Jahr gegen Zahlung von 100,000 Kupfer-As und Sold für die römische Armee auf ein Jahr, und wurde bei seinerRückkehr nach Rom, wo er reiche Beute (im Werthe von etwa 18,000Rubel) mitführte, gleichfalls mit dem Triumph belohnt.

Im J. 292 machten die Samniten, trotz der äussersten Erschöpfungihrer Kräfte und ihres Landes, welche seit Beginn des Krieges mit Romallmälig eingetreten war, aus reiner Verzweiflung noch eine letzteKraftanstrengung zur Gegenwehr gegen Rom, ermuthigt dazu durcheine in Rom wüthende Seuche, wie durch die geringe kriegerische Be-deutung der beiden römischen Consuln, Fabius Gurges (Sohn des FabiusMaximus) und Junius Brutus. Da sie die Campaner für die Anstifterdieses ganzen Krieges hielten, so fielen sie in Campanien ein. FabiusGurges, welcher nach Samnium geschickt war und die Samniten fürganz ohnmächtig hielt, traf nicht die nöthigen Vorsichtsmassregeln undwurde von Jenen mit einem Verluste von 3000 Gebliebenen und 3000Verwundeten geschlagen,nur dem Hereinbrechen der Nacht verdankteer seine Rettung vor gänzlicher Vernichtung. Der römische Senat beriefihn ab und stellte ihn vor Gericht, sein Vater Fabius Maximus rettete