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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 2 (1874) Vom Tode Alexander's des Grossen bis zum zweiten punischen Kriege : (218 v. Chr.)
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142 III. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zum zweiton punischen Kriege.

Auf diese Weise brachten gleich zu Anfang die Römer mit einemSchlage den Sauiniten drei schwere Niederlagen hei, drängten sie ausCampanien hinaus und befreiten dies Land. Als aber auf Bitten derCampaner den Winter über römische Garnisonen in Capua und denandern wichtigen Städten Campaniens belassen wurden, spannen die inCapua gebliebenen Truppen eine Verschwörung an, um sich dieser reichenund üppigen Stadt zu bemächtigen und sich darin niederzulassen. DerConsul Marcius Rutilus (342) entdeckte diese Verschwörung und es ge-lang ihm die Rädelsführer zu entfernen; ein Theil der Armee aber em-pörte sich, zwang den mit Ackerbau sich beschäftigenden PrivatmannQuinctius an ihre Spitze zu treten und zog gegen Rom. Valerius Corvus,der zum Dictator ernannt war, rückte aus Rom mit einem Heere denMeuterern entgegen und brachte sie in gütlicher Weise zur Unterwerfung.Nichtsdestoweniger hatte aber dieser Vorfall die Privernaten und dieVolsker aus Antium veranlasst, das Gebiet der mit Rom verbündetenStädte Norba, Setia und Satricum zu verwüsten. Der römische Senaterklärte ihnen demzufolge den Krieg und schickte den Consul Plautiusgegen sie (341340). Dieser schlug zuerst die Privernaten , nahm ihreStadt ein, wandte sich dann nach Satricum und besiegte die Volsker,welche sich nach Antium zurückzogen.

Aber die den Samniten von den Römern beigebrachten Schlägehatten ihren Muth nicht gebrochen, sie räumten nur die Ebene uud zogensich in ihre Berge zurück. Der Consul Aemilius Mamercinus (341-340)verwüstete ihre Ländereien, da er sie im offenen Felde nicht traf. Baldaber erachtete der römische Senat, Angesichts der feindlichen Haltungder Latirver, es für nöthig, mit den Samniten Frieden zu schliessen (340),durch welchen sie auch nicht den kleinsten Theil ihres Landes einbüsstenund sogar mit den Römern ein Bündniss eingingen, während die Cam-paner sich dagegen mit den Latinern verbündeten.

§. 133.Krieg mit den Campanern und den Latinern (339327).

Die Latiner hatten schon lange eine Veränderung ihrer Beziehungenzu Rom ersehnt und hielten zur Erreichung ihrer Absicht den Zeitpunktfür günstig, da die Römer mit den Samniten im Kriege lagen. Sie for-derten, dass ihren Städten gleiche Rechte mit Rom verliehen würden,und dass Rom nur Hauptstadt des römisch-launischen Bundes sein sollte.Der römische Senat wies diese Forderung zurück, schloss mit deu Sam-niten Frieden und erklärte an die Latiner den Krieg. Den mit Romein Bündniss eingehenden Samniten erlaubte der Senat, mit den Sidi-cinern Krieg zu führen, welche deshalb nun ein Bündniss mit den Latinern