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des Walles und den diesen zunächst lagernden Truppen ob, nämlich dievordere und hintere Face den römischen Legionen, die Seiten den Bundes-genossen. Jede Manipel hatte ihren besonderen und für sie bestimmtenTheil der äusseren Lagerverschanzung herzustellen, zu dem sie beimEinrücken ins Lager sofort hinrückte und ihn fertig machte, und nachhermusste sie auf dessen unversehrte und genaue Instandhaltung achten,unter Verantwortlichkeit des ältesten Centurionen dieser Manipel.
Wenn das Lager vollkommen verschanzt und von aussen fertig war(und das geschah sehr rasch), so leisteten die Truppen vor Allem einenEid, dass sie um dasselbe herum Nichts rauben, sondern Alles, was siefinden würden, abliefern wollten an den Legionstribunen vom Tages-dienst. Dann beorderte jede Legion zwei Manipeln zum Aufschlagen derZelte für den Heerführer, die Legaten und die übrigen Officiere, zurHeranholung von Wasser, Brennholz etc. Alle übrigen Truppen schlugeninzwischen die einfachen Zelte auf, ebneten die Wege und brachten dasganze Lager im Innern in die gehörige Ordnung" (was gleichfalls nur sehrwenig Zeit erforderte). Zugleich damit wurden sofort Wachen und Postenausgestellt. Die Posten beim Prätoriurn, bei den Zelten der Legaten,dem Quästor, den Tribunen und an den übrigen Orten des Retentura-Theiles stellten die Legionen der Reihe nach, die bei den Manipeln dieseselbst, die an denThoren {stationes justae) , auf dem Wall [custodiae) undvor dem Lager [stationes) die Veliten. Eine volle Wache bestand auseinem Decurionen und acht Frontsoldaten, weil die Römer den Tag (von6 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends) in acht Theile theilten und die Postenalle drei Stunden ablösten. Die Nachtzeit wurde in vier Wachen getheilt:die erste Nachtwache von 6 Uhr Abends (Sonnenuntergang) bis 9 UhrAbends, die zweite von 9 Uhr Abends bis Mitternacht, die dritte vonMitternacht bis 3 Uhr Morgens (Tagesanbruch) und die vierte von 3 bis6 Uhr Morgens (Sonnenaufgang). Deshalb wurden die Wachen auch inTagesposten [excubiao] und Nachtposten [vigüiae) unterschieden.
Jeden Morgen versammelten sich die Legaten, Tribunen und diePräfecten der Bundesgenossen beim Prätoriurn, um die Befehle und dieParole in Empfang zu nehmen, welche auf dazu bestimmten hölzernenTäfelchen [tesserae] den Centurionen der zehnten Manipeln und Türmenaufgeschrieben wurde; diese Centurionen gaben die Täfelchen an dieCenturionen der neunten Manipeln und Türmen, und so fort bis zur ersten,und von diesen wurden sie in derselben Ordnung wieder an die Tribunenzurückgegeben.
Zu Mittag fand vor dem Prätoriurn die Wachtparade statt, bei welcherdie Decurionen ihre Befehle erhielten, Einige auch Täfelchen mit denNummern derjenigen Wachen, welche sie den Ronden zu übergebenhatten.