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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 2 (1874) Vom Tode Alexander's des Grossen bis zum zweiten punischen Kriege : (218 v. Chr.)
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102 HI. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zum zweiten punischen Kriege.

Die Grade derselben in der römischen Legion waren die folgenden :

Von unten herauf die Jüngsten (Untersten im Eange): 1) diedecuriones, über zehn Mann gesetzt (etwa dem heutigen Unterofficieranalog), commandirten Jeder die zehn Mann einer Rotte und bildeten daserste Glied der Manipel. Ausserdem stand bei jeder Manipel: einFahnenträger (Fähnrich, signifer), der das Feldzeichen (signum) oderFähnlein der Manipel trug, stets aus den stärksten tapfersten Kriegernausgewählt wurde und als Auszeichnung einen mit dem Fell einesLöwen- oder Bärenkopfe's überzogenen Helm aufhatte, und ein Trom-peter; 2)'die Untercenturionen (duplicati, tergi ductores), über50 Mann gesetzt (unserem heutigen Subalternofficier entsprechend); siewurden durch die Kriegstribunen ernannt, nach Wahl durch die (aufVorschlag der) Centurionen, und schlössen hinter den Manipeln, welchevon den Centurionen um so kühner in den Kampf geführt werden konnten rda Jene keine Unordnungen in den hinteren Gliedern duldeten; 3) 'diecenturiones (ductores ordinum), über 100 Mann gesetzt (dem heutigenCapitän oder Hauptmann zu vergleichen); sie wurden vom Heerführerernannt, nach Wahl durch die Kriegstribunen; bei jeder Manipel warenderen zwei, ein älterer und ein jüngerer, der Erstere stand auf derrechten, der Zweite auf der linken Flanke des vordersten Gliedes (derDecurionen); der älteste Centurio der ersten Manipel der Triarier hiessprimipüus (erste Lanze), hatte den Rang eines Ritters, das Recht, demKriegsrath beizuwohnen, und andere Ehrenvorrechte, ihm ausschliesslichwar der Schutz des Legionsadlers anvertraut:bei der Auswahl derCenturionen wurde im Allgemeinen, nach Polybius' Aussage, ein be-sonderes Gewicht nicht allein auf ihre Kühnheit und Gefahrliebe, sondernauch auf Festigkeit des Charakters und Kriegserfahrung gelegt, da ihreHauptpflicht in Aufrechthaltung strenger militärischer Ordnung in denManipeln bestand; die Centurionen und alle Unterbefehlshaber in denLegionen waren durch verschiedene Zierrathen an Helm und Harnischausgezeichnet und trugen eine starke Weinstockrebe, um schuldige Sol-daten im Gliede sofort züchtigen zu können.

Bei der römischen Reiterei ward jede Turme durch einen Decurio;und unter ihm einen Unter decurio befehligt; der älteste der Decu-rionen commandirte die ganze Reiterei einer Legion.

Die mittleren Grade bekleideten die Kriegstribunen [tribünirhilitumö&er'müitares, unseren Stabsofficieren entsprechend); sie wurdenursprünglich durch den Senat, dann durch die Heerführer gewählt; zueiner römischen Legion gehörten deren vier: ein ältester und drei jüngere,um die Abtheilungen des Linienfussvolks zu commandiren, spätersechs: einAelterer und ein Jüngerer für jede der drei Linien, und endlichzehn, der Zahl der Cohorten entsprechend, für jede einer; die ältesten