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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 2 (1874) Vom Tode Alexander's des Grossen bis zum zweiten punischen Kriege : (218 v. Chr.)
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88 HI. Vom Tode Aloxander's d. Gr. bis zum zweiten punisehen Kriege.

In Folge dessen wurden die rorarii aufgelöst, die hastati und prin-cipes aber durch Vereinigung von je zwei Centurien verstärkt, und dieseAbtheilungen Messen nun manipulae (Manipeln). Aus den accensi undden leicht bewaffneten Truppen (leves) wurden die velites (Veliten) ge-bildet. Die Triarier und die Reiterei behielten ihre Zusammensetzungund Formation unverändert bei.

Von diesem Zeitpunkt an (279275), vor dem ersten punisehenKriege, begannen die römischen Legionen sich in Manipeln in drei Linienaufzustellen: in der ersten Linie befanden sich die Hastaten, in derzweiten die Principes. in der dritten die Triarier. Dies gründete sich aufdie richtige Ueberzeugung, dass es am besten sei, den ersten Angriffdurch die an Lebensalter jüngeren und feurigsten Krieger ausführen zulassen, dann aber nach und nach sie durch die älteren, erfahreneren undzäheren Krieger zu unterstützen. Jede der drei Linien theilte sich inzehn Manipeln, jeder Manipel der Hastaten und Principes bestandaber aus 120 Mann, rangirte sich in Gliedern von zwölf Mann (in Front)und Rotten zu zehn Mann (in der Tiefe), und theilte sich wieder in zweiCenturien und in zwölf Decurien. Die Manipeln der Triarier bestandennur aus einer Centurie von 60 Mann und waren zu zwölf Mann Front undfünf Mann tief rangirt. Die Veliten wurden zur ersten Linie (der Hastaten)und zur dritten (der Triarier) gezählt, 60 Mann zu jeder Manipel, siehatten aber in der Schlachtordnung keinen bestimmten Platz.

In den römischen Legionen von 5000 und 6000 Mann war die Anzahlder Manipeln der Hastaten und Principes verhältnissmässig vermehrt,die Triarier blieben, wie schon gesagt, an Zahl stets unverändert.

In der Linie der Aufstellung nahm jeder Legionär einen Raum vonsechs Fuss ein, der zur freien Handhabung von Wurfspiessen, Lanze,Schwert und Schild unerlässlich war. Aber zur Vertheidigung gegenReiterei schlössen die Rotten und Glieder enger zusammen, auf drei, jasogar auf anderthalb Fuss.

In der gewöhnlichen Schlachtordnung stellten sich die Manipeln inQuincuncialis- (französisch en quinconce) oder Schachbrettordnung mitIntervallen auf; diese Intervalle waren gleich der Länge der entwickeltenFront der Manipeln. Die Distancen von Linie zu Linie betrugen 50 Schrittund darüber.

Die Reiterei der römischen Legion zerfiel in zehn Türmen (turma),jede zu dreissig Reitern und zu drei Decurien ä zehn Reiter. DieTürmen rangirten sich zu zehn Pferden Front und drei Pferden Tiefe.Alle zehn Türmen der Legionscavallerie Messen ala (Flügel).

Die Manipeln und Türmen, welche dieselbe Nummer trugen (die1., 2., etc.) nebst den, den Manipeln zugezählten Veliten bildeten derTiefe nach durch alle drei Linien eine C oh orte (cohors, cohortes) von