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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 2 (1874) Vom Tode Alexander's des Grossen bis zum zweiten punischen Kriege : (218 v. Chr.)
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86 HI. Vom Tode Alexander's d. G-r. bis zum zweiten punischen Kriege.

untere Decke war sehr lang und breit, bisweilen am Rande mit Fransenbesetzt, die obere kürzer und schmaler, an den unteren Enden aus-gezackt (festonnirt). Beide Decken waren durch ein Band, oder durchKnöpfe oder Riemen mit einander verbunden. Brust- und Schwanzriemenhatten Metallplatten in Form von Quasten, Blumen, Halbmonden etc.Das Pferd zu lenken diente schliesslich ein Zaum mit zwei Zügeln undKopfriemen mit allerlei Zier'rathen (s. die vorstehende Zeichnung derrömischen Waffen etc.). Und auf dem so ausgerüsteten Pferde sass derrömische Reiter, mit der linken Hand das Schild und zugleich die Zügelhaltend, denn die rechte Hand blieb frei, um Pike oder Schwert damitführen zu können. Es ist schwer zu begreifen, wie er so zugleich festauf dem Pferde zu sitzen und es zu lenken, sich mit dem Schilde zudecken und noch dabei mit Schwert und Lanze zu kämpfen vermochte.Man kann sich aber leicht vorstellen, dass auf diese Weise die Cavallerie snicht gut sein konnte, sondern nur höchst mittelmässig sein musste, undzwar um so mehr, als die Römer von Natur besser zu Fuss als zu Pferdewaren.

Die Packpferde trugen gleichfalls eine obere und eine untere Decke,aber sehr viel grössere.

Die numerische Stärke der verschiedenen oben angeführten Truppen-gattungen in der Zusammensetzung der Legionen und Armeen war diefolgende:

Die römische Legion bestand gewöhnlich aus 1200 Veliten, 1200Hastaten, 1200 Principes, 600 Triariern und 300 Reitern, im Ganzen4200 Mann zu Fuss und 300 Mann zu Pferde, bisweilen waren es imGanzen 5000, sogar 6000 Mann, wobei aber die Zahl der Triarier (600)dieselbe blieb.

Bei den Legionen der Bundesgenossen war doppelt so viel Cavallerie,als bei den römischen, d. h. 600 Mann, und ein Drittel derselben(200 Mann) und ein Fünftel des Fussvolks (840 Mann), zusammen 1040Mann, bildeten ein besonderes Truppencorps unter dem Namen extraordi-narii, welches zur unmittelbaren Verfügung des Heerführers stand. Dasauserlesenste Fünftel dieser Extraordinarii (208 Mann) hiess ablecti undbildete die Schaar der Leibwache (französisch convoi, Bedeckung) desHeerführers. Solchergestalt waren die berühmtesten Krieger und diebesten Truppen stets bei dem Feldherrn, unter seinen Augen, und dientengleichzeitig als zuverlässige Reserve des Heeres und gewissermassen alsBürgen für die Treue ihrer Stammesgenossen.

Die Anzahl und Zusammensetzung derjenigen Truppen, welche vonden unter Roms Botmässigkeit stehenden Völkern in Italien und später