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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 2 (1874) Vom Tode Alexander's des Grossen bis zum zweiten punischen Kriege : (218 v. Chr.)
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66 HI. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zum zweiten punischen Kriege.

und während des zweiten punischen Krieges wird die Darstellung des-selben enthalten. Hier ist nur noch anzuführen, dass im Allgemeinen dieKriegskunst während dieser ganzen Periode (323146) bis zur Zer-störung Karthagos ihre höchste Stufe und ihren hellsten Glanz nur in denThaten Hamilkar's, Hasdrubal's, besonders aber Hannibal's und seinerBrüder Hasdrubal und Mago erreicht, theilweise auch noch und auf kurzeZeit in Xanthippus, aber, diese ausgenommen, auf sehr niedriger Stufestand und nach dem zweiten punischen Kriege vollständig verfiel.

II.Kriege bis zum Jahre 264.

§. 121.Krieg mit Agathokles in Sieilien und Afrika (311306).

Der im Jahre 338 zwischen Karthago und Syrakus abgeschlosseneFriede (I. Th. 16. Kap. §. 103) hatte 27 Jahre, bis 311, gewährt, als einneuer Krieg aus' folgenden Ursachen zwischen ihnen ausbrach:

In Syrakus waren nach Timoleon's Tode (337) neuerdings innereFehden zwischen der aristokratischen und der demokratischen Parteiausgebrochen, in Folge der Ungleichheit der Vermögensvertheilung zwi-schen ihnen. Die demokratische Partei erhielt die Oberhand, sobald sichAgathokles an ihre Spitze gestellt hatte, ein Mann von niederer Her-kunft, ausserordentlichem Ehrgeiz, grausam und lasterhaft, aber sehrreich, von hoher Befähigung und Energie. Die bewaffnete Macht vonSyrakus, die zum grössten Theil aus Söldnern bestand, fiel ihm sofortganz zu, und nach einem langen erbitterten Kampfe mit der Partei derAristokraten ward diese von Agathokles überwunden (316), und mit demOberbefehl über die Truppen erhielt er nun zugleich die oberste Gewaltin Syrakus, setzte sich durch Ermordung oder Verjagung der Aristo-kraten aus dieser Stadt, wie aus allen von ihr abhängigen Städten, inersterer fest und hielt letztere durch seine Unterbefehlshaber im Zaum.In Syrakus unterhielt er 13,000 Mann stehende Truppen (10,000 MannFussvolk und 3000Keiter). Die von ihm verbannten Aristokraten wandtensich mit der Bitte um Hülfe an Karthago, dessen Senat sich dazu auchgern bereit fand, da er schon mit Neid und Besorgniss auf des Agathokleswachsende Macht in Sieilien geblickt hatte.

In Folge dessen wurden (im J. 311) 60 karthagische Galeeren miteinem Heere an die sicilische Küste gesandt. Kaum erfuhr dies Aga-thokles, so liess er die karthagischen Besitzungen auf Sieilien plündernund verwüsten. Aber die erste Unternehmung der Karthager gegen Aga-thokles lief für diese höchst kläglich aus. Nach der Landung an der