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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 2 (1874) Vom Tode Alexander's des Grossen bis zum zweiten punischen Kriege : (218 v. Chr.)
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18. Macedonien, Griechenland und der Orient. 43

des Philopömen an denselben, und an dessen hervorragende Geschick-lichkeit und Thaten.

Während der letzten 22 Jahre dieser Periode (222200) war derganze Peloponnes dem achäischen Bunde beigetreten, mit einziger Aus-nahme von Sparta und Elis, die sich stets dem Eintritt in denselbenwidersetzt und sich mit ihm befehdet hatten, wie bereits erwähnt ward.Der bedeutendste Gegner des Bundes war Sparta. Hier hatten nach derSchlacht bei Sellasia, der Flucht des Kleomenes nach Aegypten und derWiederherstellung der Gewalt der Ephoren (222221) die Streitigkeitendes Königs Lykurgus und dann des Tyrannen Machanidas mit den Epho-ren zur vollständigsten Anarchie geführt. Zu der Zeit, als Machanidasdie höchste Gewalt bekleidete und dem achäischen Bunde den Krieg er-klärte (207), stand an der Spitze des letzteren der Stratege Philopömen.Aus der Stadt Megalopolis in Arkadien gebürtig, hatte er eine vorzüg-liche Erziehung und Bildung genossen, sich dann bei der Vertheidigungvon Megalopolis gegen Kleomenes besonders ausgezeichnet, im J. 222an dem Feldzuge in Lakonien und an der Schlacht bei Sellasia theil-genommen und dann beiMessene (218) selbst einen Sieg über die Aetoliererfochten. Nachdem im J. 213 Aratus gestorben war, wurde Philopömenan dessen Stelle zum Strategen des achäischen Bundes gewählt, und zwarin Folge der allgemeinen Achtung, welche er durch seinen edlen Cha-rakter, seine Redlichkeit, Uneigennützigkeit, seine heisse Vaterlandsliebeund seine militärischen Gaben erlangt hatte. Zum Strategen ernannt,Hess er sich zunächst angelegen sein, das Heer des Bundes in eine bessereVerfassung zu bringen, die Bewaffnung, Formation, Kampfart, innereOrganisation und Verwaltung des Heeres zu vervollkommnen und straffemilitärische Zucht und Ordnung einzuführen; er selbst ging in Allem mitdem besten Beispiel voran. An der Spitze dieser vorzüglichen Truppenzog er, nachdem Machanidas den Krieg erklärt hatte, nach Mantineaund nahm dort Stellung. Machanidas ging seinerseits nach Tegea, süd-lich von Mantinea, concentrirte dort alle seine Truppen und brach dannin drei Colonnen gegen Mantinea auf: in der mittelsten marschirte diePhalanx, in den beiden Seitencolonnen die Miethstruppen, leichtes Fuss-volk und Reiterei. Hinter den Truppencolonnen befand sich eine grosseMenge von Katapulten, Ballisten und Fuhrwerk mit grossen Geschossen.Bei der Nachricht von seinem Anmärsche führte Philopömen sein Heeraus Mantinea heraus, gleichfalls in drei Colonnen, in deren mittlerer diePhalanx sich befand,rechts die schwere Reiterei Kataphrakten oderPanzerreiter), links das leichte Fussvolk, hinter diesem die sogenanntetarentinische leichte Reiterei (Söldner), die berittenen Geharnischten(eine Art Peltasten zu Pferde), und endlich an der Queue das Corps derillyrischen Truppen. Philopömen hatte diese Art der Marschordnung ge-