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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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460 Beilagen.

Monarchie besorgte Herrscher, denn als Feldherr. In dieser letzteren Beziehungward er, sehr gegen seinen Willen , gezwungen, seinem riesigen Unternehmenin Folge dessen, dass sein Heer durchaus nicht mit seinen Ansichten und Ab-sichten übereinstimmte, ein Ziel zu setzen. Dem unüberwindlichen Verlangendieses Heeres nach dem Ende seiner Mühen vermochte Alexander, so sehr ersich bemühte, nicht länger zu widerstehen und war genöthigt nachzugeben.Und das erste Mal in seinem Leben , kann man sagen, erwies sich sein Willeohnmächtig und fand seine Gewalt sich einem Widerstand gegenüber, den erweder durch Strenge brechen, noch durch Milde überwinden konnte.

Der kurz darauf erfolgende Tod Alexanders zerstörte augenblicklich alleseine Anstalten zur Befestigung seiner ungeheuren Monarchie und Hess dieinteressante Frage ungelöst, was im Morgenland wie im Abendland geschehensein würde, wenn er noch länger am Leben geblieben wäre.

Beilage III.

Erklärung zweier alten Kameen von Alexander d. Gr., welche imTitelkupfer abgebildet sind.

Der Wunsch, dem vorliegenden Werke Abbildungen der grossen Feld-herren , welche Napoleon I. anführt, beizugeben, kann in Beziehung aufAlexander d. Gr. und Julius Cäsar nicht anders erfüllt werden, als durch dieBeifügung von Nachbildungen alter Kameen (Darstellungen der Gesichter,welche in Edelsteine geschnitten sind), welche uns erhalten sind und sich in denberühmtesten Sammlungen befinden. Was Hannibal anbetrifft, so ist es unbe-kannt , ob es Kameen von ihm gab und giebt, obgleich dies höchst unwahr-scheinlich ist.

Die Nachbildungen der beiden alten Kameen von Alexander d. Gr.,welche diesem Buche vorn angefügt sind, sind einer Sammlung entnommen,welche den Titel führt: Dactyliotheca*) Zanettiana. Gemmae an-tiquae Antonii Mariae ZanettiHieronymi F.Ant. FranciscusGorius notis latinis inlustravit. Italice eas notas reddiditHieronymus Franciscus Zanettius Alexandri F. Venetiis

*) Dactyliotheca bedeutet im Griechischen eine Sammlung geschnittenerSteine, wie Bibliothek eine Sammlung von Büchern. Nirgends war die Dacty-liographik oder die Steinschneidekunst zu solch hoher Stufe der Vollkommenheitgelangt, wie im alten Griechenland, wo geschnittene Steine nicht nur auf Ringen ge-tragen, sondern auch als Petschaft gebraucht oder zum Schmuck an goldenen Gc-fässen verwendet wurden. Die Römer blieben hierin weit hinter den Griechen zu-rück , die reichen Römer aber begannen zuerst mit der Anlegung von Sammlungengeschnittener Steine; der Erste, von dem dies bekannt, war Scaurus, Sullas Stief-sohn, dann Pompejus, Julius Cäsar, Augustus etc.