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nutzten dies und umfassten den linken Flügel des Agis in beiden Flanken,warfen ihn und jagten ihn bis zu den Wagen zurück. Zum Glück für Agis be-merkte dieser ein gewisses Schwanken und eine Unordnung der Rotten imCentrum des verbündeten Heeres, warf sich mit Ungestüm mit der auserlesenenspartanischen Schaar auf dasselbe, sprengte das Centrum (die Argiver) und fielnun von rechts her die Athener an, welche auch von links bereits umgangenwaren. Die athenische Reiterei schützte einige Zeit lang das Fussvolk und hieltdie Verfolgung auf. Als Agis die Niederlage seines linken Flügels sah, eilte erdemselben zu Hülfe und zwang die Mantineer sich zurückzuziehen. So hattediese Schlacht, in welcher von beiden Seiten viele Fehler begangen waren undwenig Kunst bewiesen wurde, mit der Niederlage des linken Flügels des Agisbegonnen und endete mit der totalen Niederlage des verbündeten Heeres unddem Siege der Spartaner. Der Verlust belief sich, wie man annimmt, bei denArgivem auf 700 Mann, bei den Mantineern auf 200 , bei den Athenern undAegineten auch auf 200 Mann, — bei den Spartanern dagegen und den Ar-kadiern auf etwa 300 Mann.
Beilage II.
Alexander d. Gr., König von Maeedonien. (S. 408.)Zur Charakteristik desselben, nach, dem Handbuch von Lossau,
Droysen u. A.)
Zur Ergänzung der allgemeinen Betrachtungen über Alexander d. Gr. alsFeldherr und über die Art und Kunst seiner Kriegführung (I. Theil, 15. Ka-pitel, §. 100) mögen noch folgende Bemerkungen dienen:
Von Natur mit allen Gaben des Körpers, des Geistes und des Verstandesausgerüstet, ganz und gar erfüllt von dem grossen Gedanken eines Krieges gegendie Perser und ihre ungeheure Monarchie, entschloss Alexander d. Gr., derdie Schwierigkeiten dieses Unternehmens vollkommen kannte und begriff, sichnamentlich deshalb zu diesem Kriege, weil die ungewöhnliche Festigkeitseines Geistes bedeutend die Kraft seines Willens übertraf. Hierinliegt der Hauptzug seines Charakters; sein Feuer, seine Phantasie, seine Kennt-nisse und sein Verstand waren nur Hülfsmittel bei der Ausführung. In seinenHandlungen tritt überall eine Ueberlegenheit des Willens über den Verstandhervor, aber die Beachtung dieses Umstandes kann leicht zu Irrthümern führen,wenn man sich eine richtige Vorstellung von Alexander machen will. Wo essich um ein Auffassen der complicirtesten und schwierigsten Umstände handelteund eine Beurtheilung derselben erforderlich war, da täuschte Alexandern nie-mals sein Urtheil. Aber das Glück stand häufiger auf der Seite des Ueberge-wichts seines Willens, als auf jener des Uebergewichts seines Verstandes. Das