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ren Fussvolks. Die langen schweren griechischen Lanzen wurden durchleichtere und kürzere ersetzt (hasta), auch durch Halblanzen oder Wurf-spiesse (pilum). Beide konnten sowohl beim Handgenienge als zumWurf gebraucht werden, waren weit geeigneter zum Gebrauch auf Ber-gen und in Wäldern als die griechische Lanze und hatten dabei doch alledie erforderlichen Eigenschaften zur bequemen Handhabung gegen denFeind. Bei dem leichten Fussvolk, die Corps der Scbleuderer und Bogen-schützen ausgenommen, wurden Bogen und Schleuder durch leichte Wurf-speere ersetzt. Die Anwendung des Schwertes, als der Hauptwaffe fürdie Entscheidung des Kampfes, verbreitete sich allmälig mehr und mehrbei den Römern und wurzelte fest bei ihnen.
Die Abänderung und Vervollkommnung der Bewaffnung wie derAufstellung ihrer Truppen verdankten die Römer hauptsächlich Camillus.So unter Anderem gab er bei dem zweiten Einfall der Gallier in Rom{366 v. Chr.), um die Furcht zu verringern, welche jene den römischenTruppen einflössten, diesen Letzteren eine neue-Bewaffnung, die jenerder Gallier und deren Art zu kämpfen mehr entsprach. Da er aus eignerErfahrung wusste, dass die Hauptwaffe der Gallier lange schwere Schwer-ter waren, und dass der gefährlichste Moment im Kampfe mit ihnen inihrem ersten Anprall lag, so gab er den römischen Kriegern Stahlhelme,Schilde, die rundum mit Eisen beschlagen waren, und lange Halblanzenoder Wurfspiesse und lehrte sie ausserdem, wie man diese letzteren amgewandtesten und erfolgreichsten im Handgemenge mit den Galliern ge-brauchen könne.
Gegen Ende dieser Periode (um die Mitte des vierten Jahrhundertsv. Chr.) fand Aufstellung und Kampf der Legionen und der verschiede-nen Truppengattungen in derselben in folgender Weise statt:
Die Krieger der zweiten Klasse befanden sich schon nicht mehr inder zweiten, sondern in der ersten Linie und hiessen deshalb principes(die Vordersten, Ersten), — die Krieger der dritten Klasse standen inder zweiten Linie, sie wurden nach ihrer Hauptwaffe, der hasta, ha-stati (die mit dem Spiesse) genannt, — die Krieger der ersten Klasse inder dritten Linie und hiessen triarii (die der dritten Reihe). Die prin-cipes, hastati und triarii bildeten das schwere Fussvolk der Legion, 3000Mann an der Zahl. Von diesen scheinen stets 600 Mann Triarier gewesenzu sein; Principes und Hastaten zusammen 2400 Mann, jede derselbenfür sich bald mehr, bald weniger als 1200 Mann. Die Krieger der viertenund fünften Klasse hiessen: die Ersteren rora-rii (junge Soldaten), dieLetzteren accensi*)' (Ueberzählige); sie bildeten das leichte Fussvolk;
*j Der Name rorarii kommt von ros, Thau, und ist eine Anspielung auf das ge-ringe Dienstalter derselben; — die accensi waren gewöhnlich bestimmt, die gelich-
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