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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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15. Die Feldziige Alexander's d. Gr. 391

auf seinem rechten Flügel die berittenen Leibschaaren (Hetären) mit denauserlesensten der übrigen Hipparchien, vor diesen die berittenen Bogen-schützen, hinter ihnen die Hypaspisten und die Fuss-Agematen, und zubeiden Seiten der Phalanx die Bogenschützen, Agrianer und Schleuderer.Dann ging er selber mit 5000 Reitern rasch gegen Porus vor und befahl,dass G000 Mann Fussvolk ihm folgen sollten. Porus hatte unterdessenauf die erste Nachricht, dass die Macedonier übergegangen seien, seinenSohn mit 2000 Mann Reiterei und 120 Streitwagen ihnen entgegen ge-schickt. Aber dieser traf erst ein, als der Uebergang bereits ausgeführtwar. Alexander griff ihn sofort mit seiner gesammten Reiterei in Massenan und warf ihn zurück. Dabeiblieb des Porus Sohn und mit ihm 400seiner Reiter; die Streitwagen und ein grosser Theil seiner Pferde wurdenvon den Macedoniern genommen. Dann ging Alexander zum weiterenAngriff gegen Porus selbst vor. Dieser, der die Niederlage und den Todseines Sohnes erfahren hatte, Hess auf dem linken Ufer des Hydaspes,Kraterus gegenüber, um ihn aufzuhalten, einen kleinen Theil seiner Trup-pen und Elephanten stehen und ging selbst mit 30,000 Mann Fussvolk,4000 Reitern, 300 Streitwagen und 200 Elephanten Alexander entgegen.Als er an eine Stelle des Terrains kam, welche für die Action der Rei-terei und der Streitwagen geeignet erschien, stellte er hier sein Heer inSchlachtordnung auf. Vornhin stellte er die Elephanten mit 100 Schritt*)Intervall von einander, hinter diesen in erster Linie das Fussvolk, dessenAbtheilungen zum Theil etwas weiter vorkamen, in die Intervalle zwi-schen den Elephanten,und hinter dieser ersten eine zweite Linie Fuss-volk. die sich nach rechts und links an die Reiterei anlehnte, welche aufden beiden Flanken stand und vorn durch die Streitwagen gedeckt war.Alexander Hess, als er dem Heere des Porus näher kam, seine Reitereihalten, um das Fussvolk erst herankommen zu lassen. In der Zwischen-zeit hatte er die Aufstellung des Porus überblickt und sie in der Frontdes Centrums stark gedeckt gefunden, und da er die Absicht des Gegnerserrieth, so beschloss er, dessen linken Flügel durch seinen rechten Flügelin schräger Schlachtordnung von vorn anzugreifen und zugleich in Flankeund Rücken zu fassen. Zu diesem Zwecke führte er, als* sein Fussvolkherangekommen war, den grössten Theil seiner Cavallerie persönlichgegen die Spitze des linken Flügels der Indier. Conus mit seinem unddes Demetrius Reitergeschwader erhielt Befehl, des Porus rechten Flügelzu umgehen und das feindliche Heer in dem Momente im Rücken anzu-greifen, wenn er selber diesen Flügel in Front und Flanke attakire. DerPhalanx befahl er, auf ihrer Stelle stehen zu bleiben und erst dann denFeind von vorn anzugreifen, wenn die macedonische Reiterei denselben

*) Nach Aman nur 1 Plethrum = 50 Fuss. Anmerk. d. Uebers.