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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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381
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14. Die Feldziige Alexander's d. Gr. 381

Agen nführer mit der Eeiterei den Rückzug durch den Fluss an (in derGegend des heutigen Buchara oder Samarkand), da er hoffte, auf demandern Ufer für die Action seiner Eeiterei geeigneteres Terrain zu finden.Als die macedonische Infanterie, welche in der Formation eines Plä-sion'j oder länglichen Vierecks zurückging, dies gewahr wurde, stürztesie sich in Unordnung gleichfalls in den Fluss. Spitamenes beschlosshiervon Nutzen zu ziehen, warf sich auf die Macedonier, umfasste undumzingelte sie; schlug sie aufs Haupt und machte fast Alles nieder; esentkamen nur 300 Mann Fussvolk und 40 Reiter, welchen es gelang sichdurchzuschlagen. Spitamenes, der diesen nicht unwichtigen Erfolg seinengeschickten Manövern verdankte, wandte sich darauf nach Marakandazurück und nahm die Belagerung der Stadt wieder auf.

Als Alexander von dem Vorgefallenen Nachricht erhielt, eilte er so-gleich von Alexandreschata nach Marakanda, die Hälfte der Hetären,alle Hypaspisten, die Bogenschützen, Agrianer und einen Theil der Pha-lanx mit sich nehmend; der Rest des Heeres folgte später nach. 1500Stadien (259 Werst = 38 Meilen) in drei Tagen zurücklegend, traf er amvierten Tage Morgens vor Marakanda ein. Spitamenes hatte aber schondie Belagerung aufgehoben und floh den scythischen Steppen zu. Alexan-der verfolgte ihn heftig, jagte ihn in die Steppe, kehrte dann nach Sog-diana zurück und züchtigte dessen Einwohner, die an der Empörungtheilgenommen hatten, indem er sie über die Klinge springen liess, ihreBehausungen zerstörte und ihr Land verwüstete. Dann zog er, unter Zu-rücklassung einiger Tausend Mann Truppen als Besatzung von Sogdiana,über den Oxus zurück und brachte den Winter von 329 auf 328 inZariaspa zu, in Baktrien (nahe bei Baktra, dem heutigen Balch). Hier,umgeben von asiatischem Luxus, inmitten von Regierungsgeschäften,Festen und Gelagen, erschien Alexander auf dem höchsten Gipfel seinerMacht und seines Ruhmes. Aber mit unruhigem Sinn weiterstrebendsann er schon wieder auf neue Eroberungen im Osten. Hier erhielt auchdas macedonische Heer neuen Zuwachs durch aus Macedonien, Grie-chenland und den verschiedenen Provinzen Mittelasiens anlangende Ver-stärkungen.

§.97.Siebenter und achter Feldzug in Sogdiana und Baktrien (328327).

Im Frühjahr 328 brach Alexander abermals nach Sogdiana auf, woneue Unruhen ausgebrochen waren. Die Hälfte seines Heeres liess er inBaktrien zurück, um es in Unterwürfigkeit zu erhalten und einer Em-pörung vorzubeugen oder entgegenzutreten, die andere Hälfte theilte er

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*) Tzkaiawi, eine der reglementarischen Formationen der macedonischen Phalanx.S. Arrian's Taktik. Anmerk. d. Uebers.