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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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380 II. Vom Anfang der griech.-pers. Kriege bis zum Tode Alexander's d. Gr.

ren Genossen des Bessus. Die Lage Alexander's war schwierig, aber erging als Sieger daraus hervor. Die Scythen, an dem rechten Ufer deslaxartes angelangt, gegenüber der von Alexander erbauten Stadt, fingenan die Macedonier mit ihren Bögen heftig zu beschiessen und zu belästi-gen und forderten verwegen den Alexander zum Kampfe heraus. Hier-durch gereizt. liess Alexander zuerst seine grossen Maschinen gegen dieScythen spielen und zwang sie dadurch, sich vom Ufer zurückzuziehen,und dann warf er sich an der Spitze der Beiterei in den Fluss. in derFront durch das leichte Fussvolk gedeckt, und von dem ganzen übrigenHeere gefolgt. Nach Ueberschreitung des laxartes schickte er zunächsteinen Theil der Beiterei gegen die Scythen. Aber die Scythen hieltendiesem Choc Stand, umfassten sie, beschossen sie erfolgreich mit ihrenBögen und warfen sie in Unordnung zurück. Alexander unterstützte nunseine Beiter durch Bogenschützen, Agrianer und leichtes Fussvolk. unddann, als das leichte Fussvolk die Scythen umgangen und in den Flankengefasst hatte, warf er selber sich mit der gesammten Beiterei in Frontauf sie. So von drei Seiten angegriffen, wendeten sich die Scythen zurFlucht mit einem Verlust von 1000 Gefallenen und 150 in GefangenschaftGerathenen und wurden von den macedonischen Truppen ziemlich weitverfolgt, bei welcher Gelegenheit dieselben von Hitze und Durst sehrlitten. Alexander selbst, der aus einem stehenden Gewässer getrunken,erkrankte gefährlich und kehrte mit seinem Heere nach Alexandreschatazurück. Er genas indessen bald und schloss dann Frieden mit denScythen , welche Gesandte mit Friedensanerbietungen zu ihm geschickthatten. ,

Während dessen hatte Spitamenes Marakanda belagert, das vonmacedonischen Truppen besetzt war. Als er von dem Heranrücken desvon Alexander entsandten Truppencorps (60 Hetären, 1500 Mann Fuss-volk und 800 griechische Söldner, im Ganzen 2360 Mann unter dem Be-fehl von Andrömachus, Menedemus und Karanus) Kenntniss erhielt, hober die Belagerung auf und zog sich bis an die Grenze zwischen Sogdianaund Scythien zurück (bis zum Sihun oder Syr-Darja). Nachdem er aber600 scythische Beiter an sich gezogen hatte, rückte er wieder dem Fhar-nuches entgegen, der in Marakanda commandirt und ihn dann mit An-drömachus , Menedemus und Karanus gemeinschaftlich verfolgt hatte.Da er eine vorzügliche und frische Beiterei besass, während die derMacedonier durch den langen Marsch und durch Mangel an Futter er-schöpft war, so fing er an diese Letztere zu umschwärmen und durchhäufige Schwärmangriffe zu belästigen und brachte es endlich dahin, dassdie Macedonier sich genöthigt sahen, in einen Wald nahe am FlussePolytimetus (heute der Fluss Zerafschan, an dem Buchara und Samar-kand liegen) zurückzugehen. Karanus trat aber ohne Vorwissen der übri-