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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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376 II. Vom Anfang der griech.-pers. Kriege bis zum Tode Alexander's d. Gr.

dichten Waldungen bedeckt war. Ganz unerwartet angegriffen und überallüberrascht, konnten die Marder sich nirgendshin verbergen, wurden hartbedrängt, geschlagen und gezwungen sich zu ergeben. Auf diese Weiseunterwarf Alexander mühelos Parthien und Hyrkanien, setzte sich in denBesitz der Gebirgspässe aus Parthien und Medien nach Hyrkanien undsicherte seine Verbindung sowohl zum hyrkanischen (kaspischen) Meere,als auch nach Ekbatana, von wo Parmenio sich mit der Hauptmacht desmacedonischen Heeres wieder zu ihm heranziehen sollte.

Nach Unterwerfung der Marder gab Alexander seinem Heere einefünfzehntägige Kühe in Zadrakarta. Zu dieser Zeit war seine Armeein kleinen Abtheilungen auf verschiedenen Punkten zwischen Ekbatanaund Zadrakarta echelonnirt. Die stärkste derselben befand sich, wie ge-sagt, mit Parmenio in Ekbatana und Medien, und etwa 3000 Mann Reitereiund 20,000 Mann.Fussvolk waren mit Alexander selbst in Zadrakarta.Ausserdem lagen Besatzungen in allen eroberten Provinzen, sowohl umderen Unterwerfung und die Ruhe in ihnen zu sichern, als auch umdie Verbindungen Alexander's mit Macedonien und Griechenland zudecken (330).

Gleichzeitig hatte das Glück Alexander auch in Griechenland sehrbegünstigt. Antipater hatte durch Wachsamkeit und Energie drei Jahrelang (von 334332) dort Ruhe und Frieden zu erhalten gewusst. Alser aber im vierten Jahr genöthigt war, sich nach Thracien zu wenden,um einen dort entstandenen Aufruhr zu unterdrücken, da hatten die Spar-taner , angetrieben von ihrem Hass gegen Alexander, von dem Ehrgeizihres Königs Agis und dem Golde des Darius, im Peloponnes einen all-gemeinen Aufstand erregt und ein Heer von 22,000 Mann zusammenge-gebracht. Antipater zog, nach Niederwerfung der Empörung in Thra-cien , rasch mit einem starken Heer nach dem Peloponnes und schlug inder Schlacht bei Megalopolis (330) die Spartaner und ihre Bundesge-nossen aufs Haupt; 3000 von ihnen, Agis selbst darunter, blieben in derSchlacht. Diese schnelle und entscheidende Niederlage warf die Griechennieder und befestigte die Ruhe in Griechenland derart, dass sie seitdembis zum Tode Alexander's nicht ein einziges Mal mehr gestört wurde.

Nach einem fünfzehntägigen Aufenthalte in Zadrakarta beschlossAlexander mit dem bei ihm befindlichen Heere von 23,000 Mann nachBaktrien gegen den dorthin geflohenen Bessus aufzubrechen und die hinterihm vertheilten Truppen allmälig an sich heranzuziehen. Demgemässwandte er sich von Zadrakarta zuerst nach Arien gegen eine der Städtedort, Susia (an der Grenze von Arien, Hyrkanien und Margiana, ein wenigsüdwestlich von dem heutigen Scherachs am Flusse Tedjend oder Heri-rud). Der Satrap von Arien Satibarzanes unterwarf sich ihm freiwilligund ward in seiner Stellung bestätigt. Hier hörte Alexander, dass Bessus