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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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13. Die Feldzüge Alexander's d. Gr. .'i,")5

der Front durch leichtes Fussvolk und Päonier, den rechten Flügel derPhalanx durch Bogenschützen, den ganzen linken Flügel Parmenio'sgleichfalls durch die kretischen Bogenschützen, die thracische leichteReiterei und griechische Söldner; 3) dem Fussvolk, welches Dariuirechts von den Macedoniern im Winkel auf die Anhöhen postirt hatte,stellte er Anfangs die Agrianer und eine geringe Anzahl leichter Reiterund Bogenschützen entgegen; nachdem es aber von diesen auf den Gipfeldes Berges gedrängt worden war. Hess er am Fusse desselben zur Beob-achtung nur noch 300 Reiter gegen dasselbe stehen: alle übrigen dortbefindlichen Truppen zog er mit den griechischen Miethstruppen in einerLinie auf den rechten Flügel seines Heeres und gab dadurch der Frontdieses Flügels eine grössere Ausdehnung, als die des gegenüberstehendenpersischen Flügels hatte.

Während dessen hatte das macedonische Heer seine Vorwärtsbe-wegung fortgesetzt (wahrscheinlich mit vorgezogener rechter Flanke,oder nur mit dem rechten Flügel allein, während der linke stehen blieb. aber nicht zugleich mit Linksziehen der ganzen Linie, wie Einige an-nehmen) . Kaum aber hatte sich der rechte Flügel auf Schussweite demPinarus genähert, so stürzte Alexander mit seinem ganzen Gefolge undhinter diesem die gesammte Reiterei der rechten Flanke durch den Pinarusdurch und auf den linken Flügel des Darius mit der äussersten Schnel-ligkeit, um den Persern Furcht einzujagen und rascher aus der Sphäreder Wurfgeschosse und zum Handgemenge zu kommen. Beim erstenChoc gleich wurde des Darius linker Flügel iFussvolk, das in der linkenFlanke seiner griechischen Söldner stand) geworfen und floh. Die Tete(oder der rechte Flügel) der macedonischen Phalanx folgte ihrer Reiterei,das Centrum aber blieb bei Ersteigung des steilen Flussufers etwas zu-rück , ward vom rechten Flügel getrennt, und kam in seinen Gliedernund Rotten in Verwirrung. Dies benutzten die griechischen Söldner desDarius und warfen sich mit Ungestüm auf sie. Es entspann sich einhitziges Handgemenge, in welchem Griechen und Macedonier, gleichsamum den Vorrang ringend, mit äusserster Wuth kämpften. Da wandtesich aber Alexander, nachdem er des Darius linken Flügel geworfen undzersprengt hatte, nach links und fiel den griechischen Miethstruppen desDarius in die Flanke, brachte ihre Reihen in Verwirrung, richtete einefurchtbare Verheerung unter ihnen an und drängte sie endlich mit un-geheurem Verluste vom Pinarus fort. Darius selber entfloh eilends rück-wärts in die Berge. Während dessen war die persische Reiterei der rechtenFlanke zuerst, beim Beginn der Schlacht, mit Ungestüm durch denPinarus gegangen und hatte die gegenüber befindliche thessalische Rei-terei vom Flügel des Parmenio heftig angegriffen. Diese Letztere wardem Choc ausgewichen und zurückgegangen. Die persische Reiterei ver-

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