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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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350 IT- Vom Anfang der griech.-pers. Kriege bis zum Tode Alexander's d. Gr.

passe, welche der Fluss Tscbachüt-Tschai, wie er heute heisst, im Tau-rusgebirge bildet;. des einzigen Durchgangs durch dieses Gebirge,welches Kappadocien von Cilicien scheidet, auf dem Wege von Tyananach Tarsus ( heute Tersus), durchzog er Kappadocien ohne Aufenthalt, in-dem er dessen Unterwerfung seinen! Stellvertreter mit einem dort zurück-gelassenen Heerestheile überliess. Bei der Annäherung an die cilicischenThore, welche von persischen Truppen besetzt waren, entsendete ergegen diese in der Front Parmenio, während er selbst auf einem Umwegdagegen vorging. Die persischen Truppen warteten aber seinen Angriffnicht ab, sondern entflohen nach Tarsus, und von da mit Arsames, demSatrapen von Cilicien, nach Syrien. Nun eilte Alexander unaufgehaltendurch Cilicien nach Tarsus, dessen Bewohner ihn wie einen Befreier em-pfingen. Hier erkrankte er gefährlich, nach Meinung der Einen inFolge der vorhergegangenen massloscn Anstrengungen, nach An-deren , weil er erhitzt im Flusse Cydnus (heute Tursus-Tschai) gebadethatte. Diese Erkrankung verzögerte seine Operationen in etwas. In-zwischen wurde Parmenio mit den Hülfstruppen zu Fuss, den griechi-schen Söldnern und der thracischen und thessalischen Beiterei, nachvorwärts detachirt, um sich der syrischen Pforten zu bemächtigen, des Passes aus Cilicien nach Syrien zwischen dem issischen Meer-busen und dem amanischen Gebirge (Theil des Taurus, jetzt Alma- oderAkma-Dagh), das diese beiden Provinzen von einander trennt (bei demheutigen Bejlaka, zwischen Missis und Skanderun, am nördlichsten Endeder Bucht von Skanderun).

Während Alexander aus Pamphylien durch Pisidien, Phrygien undKappadocien nach Cilicien ging (im Frühjahr, Sommer und Anfang desHerbstes 333) ergriffen die Perser zur See die Offensive. In der Absicht,den Krieg nach Macedonien und Griechenland hinüber zu spielen, hatteMemnon schon zu Ende des Jahres 334, bald nach der Einnahme vonHali-karnass sich der Insel Chios bemächtigt, alle Städte auf Lesbos unter-worfen , auch Mitylene (auf Lesbos) belagert, war aber während dieserBelagerung erkrankt und gestorben. Für Darius war sein Tod eingrosser Verlust, Alexander aber befreite er von einem gefährlichen Gegner.Die Perser setzten indessen die Belagerung von Mitylene fort, und nach-dem es sich bald darauf zufolge einer Uebereinkunft ihnen ergeben hatte,zwangen sie auch noch Tenedos zur Unterwerfung und entsendeten zehnDreiruderer zu den cykladischen Inseln. Diese Dreiruderer wurden aberbei der Insel Cythnus (oder Siphnus) von einem kleinen griechischen Ge-schwader geschlagen, das sich auf Befehl Alexander's zum Schutze derUfer Griechenlands und Macedoniens bei Euböa gesammelt hatte. Hier-nach wagten die Perser Nichts mehr zu unternehmen, weder gegen dieKüsten Griechenlands, noch gegen die griechischen Inseln.