13. nie Feldzüge Alexanders d. Gr. 345
ren (zu Pferde). die Bogenschützen und die Agrianer (Wurfschützen),hinter ihnen dieEeiterei mit langen Lanzen, diePäonier, die Reiterschaardes Sokrates, die Schaar der Argyraspiden (zuFuss), und endlich diePhalangen des Perdikkas, Conus und Amyntas. An der Spitze des linkenFlügels ging die thessalische Reiterei, dann die Reiterei der Bundesge-nossen und der Thracier, dahinter die Phalangen des Kraterus. Philip-pus und Meleager. Ein grosser Theil der leichten Truppen und alle Wurf-maschineu waren auf dem linken Flügel aufgestellt, um durch ihre Ge-schosse den Feind zu beunruhigen und die Aufmerksamkeit desselbenabzulenken. Die Perser erkannten den an der Spitze des rechten Flügelsreitenden Alexander an dem Glänze seiner Waffen und verstärkten nunden linken Flügel ihrer Reiterei bedeutend. Hier entspann sich nun auchein ausserordentlich heftiges Reitergefecht. DiemacedonischeCavalleriewurde zuerst in den Fluss zurückgeworfen, bezwang aber endlich diePerser. Bei dieser Gelegenheit wäre Alexander, der an der Spitze derHetären kämpfte, fast erschlagen worden, Klitus rettete ihm aber dasLeben. Inzwischen hatte Pärmenio mit dem linken Flügel die gleichenErfolge über die rechte Flanke der persischen Reiterei erfochten. Alsauf diese Weise ihre beiden Flanken zurückgeworfen waren, gerieth auchdas Centrum in Unordnung und die gesammte persische Reiterei wandtesich mit einem Verluste von etwa 1000 Gebliebenen zur Flucht. Alexan-der verfolgte sie nicht, sondern griff sogleich mit der Phalanx von vornund mit der Reiterei von beiden Flanken her die griechischen Fusssöldneran, welche mehr aus Erstaunen, als in Folge eines festen Entschlussessich zu vertheidigen, noch unbeweglich auf demselben Fleck standen. Siehielten indessen den Choc der macedonischen Phalanx und Reiterei nichtaus, wurden durchbrochen, in Verwirrung gebracht und, mit Ausnahmevon 2000 Mann, welche in Gefangenschaft geriethen, und einer kleinenAnzahl Solcher, die sich unter den Leichen der Erschlagenen verborgenhatten, vollständig aufgerieben.
So war das persische Heer geschlagen und theils niedergemacht,theils zersprengt worden. Alexander begnügte sich damit und verfolgtees nicht. Freigebig belohnte er seine' Krieger; den in der Schlacht Ge-fallenen (25 Hetären, 60 Reiter, 30 Mann Fussvolk) befahl er Denkmälerzu-errichten, 300 persische vollständige Rüstungen sandte er dem Mi-nervatempel in Athen, die gefangenen griechischen Söldner wurden aberin Fesseln nach Macedonien geschickt, um als Sklaven verkauft zu wer-den, weil sie ihr Vaterland verrathen und mit den Persern gemeinschaft-lich gegen Griechen gekämpft hätten. Durch alle diese Massregeln be-absichtigte er den Eifer und die Freudigkeit des ganzen Heeres zuheben, den* Ruhm des erkämpften Sieges über ganz Griechenland zu