Dreizehntes Kapitel.Die Feldzüge Alexander'» d. Gr. (336—324).
§. S7. Die ersten Lebensjahre Alexanders d. Gr. (356—336). — §. 88. Die erstenFeldzüge Alexander's d.Gr. gegen die Triballer und Illyrier (335). — §. 89. Feld-zug gegen Theben (335). — §. 90. Der Krieg mit den Persern ^334—327). — Ur-sachen und Zweck desselben. — Vergleich der allgemeinen Lage, der Kräfte undeinleitenden Operationen bei beiden kriegführenden Parteien. — /. Eroberungder Ostkiiste des mittelländischen Meeres. — §. 91. Erster Feldzug in Kleinasien.— Schlacht am Granikus (334). — §. 92. Zweiter Feldzug in Kleinasien (333). —i.Schlacht bei Issus. — §. 93. Dritter Feldzug in Syrien und Aegypten (333—332).
Quellen: Arrian, Diodor von Sicilien, Plutarch, Justinus, Quintus Curtius, deJiury, Ste. Croix, Kapoleon I. Memoires de Montholon, Lossau und die früherGenannten.
§.87.Die ersten Lebensjahre Alexander's d. Gr. (356—336).
Alexander d. Gr. wurde in Pella. der Hauptstadt Macedoniens, ge-boren am 22. Juli 356, an ein und demselben Tage mit der Einnahme vonPotidäa durch Philipp und dem Gewinnen des ersten Preises bei denolympischen Spielen durch ihn. an demselben Tage, wo Parmenio einengrossen Sieg über die Illyrier erfocht und der Dianentempel in Ephesusin Flammen aufging. — ein Zusammentreffen, das Macedonier wie Grie-chen, ja Philipp selbst als ein deutliches Vorzeichen zukünftiger ausser-gewöhnlicher Schicksale des Neugeborenen ansahen. Die Mutter Alexan-der's d. Gr. war Olympias. eine Tochter des Königs Neoptolemus vonEpirus. Die Volksüberlieferung und der allgemeine Glaube führten dieAbstammung Alexander's väterlicher Seits auf Hercules. mütterlicherSeits auf Achilles zurück. "Schon von seiner frühesten Jugend an zeich-nete sich Alexander durch körperliche Kraft und Ausdauer, sowie durcheine auffallende majestätische Schönheit aus. und zeigte ungewöhnlicheGenniths- und Verstandesanlagen, einen ausserordentlich lebhaften, aber