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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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318 II- Vom Anfang der griech.-pers. Kriege bis zum Tode Alexander 's d. Gr.

Philipp's rechtem Flügel fasste -, nachdem sie die Reiterei des linkenFlügels der Illyrier zurückgeworfen hatte, das illyrische Fussvolk, dassich (nach Diodorj in mehreren hohlen Vierecken aufgestellt hatte, inFlanke und Rücken, und zu gleicher Zeit griff Philipp's Phalanx sie inder Front an. Die Vierecke der Illyrier wurden durchbrochen, in Ver-wirrung gebracht, geworfen und in Unordnung aus einander gesprengt,wobei sie 7000 Mann auf dem Schlachtfeldc Hessen : auch Bardylis selberwar gefallen. Die Illyrier baten um Frieden. Philipp bewilligte ihnund vereinigte den ganzen östlichen Theil von Illyrieu bis zum See Lych-nitis mit Macedonien (358).

Nachdem Philipp auf diese Weise Macedonien nach Norden undWesten gesichert und erweitert hatte, ging er an die allmälige Unter-werfung der griechischen Küstenansiedelungen in Macedonien und an dieEroberung der benachbarten, an Gold und Holz zum Schiffbau reichenLänderstrecken Thraciens. Dies sollte seinen Schatz bereichern und ihmsowohl die Mittel zum Bau einer Flotte, als auch den Besitz einer Mengevortrefflicher Seehäfen und des Meeres selber schaffen. Die griechischenColonien in Macedonien hatten ein enges Bündniss geschlossen. indemsie sich der reichsten und mächtigsten von ihren Städten. Olynth, unter-worfen hatten. Den Krieg mit dem olynthischen Bunde auf später ver-schiebend, wandte sich Philipp zuerst gegen Amphipolis, wichtig umseines vorzüglichen Hafens willen, und weil sich dicht dabei Wälder unddie Goldminen des Pangäusgebirges befanden. Amphipolis trat demolynthischen Bunde bei und bat die Athener um Hülfe. Aber Philippbrachte durch schlaue Politik und freundliehe Versprechungen die Olyu-thier auf seine Seite und verhinderte das Bündniss zwischen Amphipolisund Athen, indem er diesem versprach, Amphipolis ihm herauszugeben,wenn ihm dagegen Pydua überlassen würde. Amphipolis wurde belagertund nach heftiger Gegenwehr zur Uebergabe gezwungen, dann aber, stattes den Athenern zu übergeben. vereinte Philipp es mit Macedonien .die Athener wurden mit List und mit Gold beschwichtigt, und über Olynthsetzte er die bald nach dem Fall von Amphipolis von ihm unterworfenenStädte Pydna und Potidäa. Dann eroberte er den ganzen goldreichenTheil von Thracien zwischen Strymon und Nestus, nahm die Goldminenbei Krenides am Fusse des Pangäus in Besitz, siedelte Macedonier indieser Stadt an, befestigte sie und nannte sie Philippi (356,.

Aus Thracien wandte sich Philipp nach Thessalien und begann seitdieser Zeit. sich in dessen Angelegenheiten zu mischen, um so allmäligseine Macht über dasselbe zu befestigen und dadurch sich den Weg nachGriechenland zu bahnen und die Mittel zur Unterjochung dieses Letzterenvorzubereiten. Gegen Ende des Jahres 356 erschien er mit einem Heerein Thessalien, schützte es gegen die grausame Bedrückung der drei