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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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11. Krieg zwischen Sparta u. Theben. Agesilaus, Pelopidas u. Epaminondas. "299

Tegea, Asea und Palantium. Dieses bei Tegea unter seinem Befehl ver-einigte Heer betrug, nach Diodor, mehr als 30,000 Mann Fussvolk und3000 Mann Eeiterei. Zu gleicher Zeit hatten sich bei Mantinea die Trup-pen der peloponnesischen Verbündeten Spartas gesammelt. Die bestendarunter waren die arkadischen, eleischen und achäischen. Die Athenerhatten noch nicht eintreffen können, die Spartaner hatten aber nur ihreReiterei, ein Corps von Miethstruppen und eine kleine Zahl spartanischenFussvolks zu den Verbündeten stossen lassen, den grösseren Theil desFussvolks unter Agesilaus dagegen in Sparta behalten. Diese bei Mantineaversammelten Truppen waren an Zahl bedeutend schwächer als die desEpaminondas (wie stark ist unbekannt; und standen in einer festen,der Vertheidigung sehr günstigen Stellung.

Epaminondas blieb einige Zeit unthätig bei Tegea stehen, diewahren Gründe hierfür giebt weder Xenophon, noch einer der übrigenSchriftsteller an. Aus dem darauf folgenden Verhalten des Epaminondaskann man schliessen, dass er. mit überlegener Macht zwischen Spartaund dem bei Mantinea befindlichen Heere der spartanischen Verbündetenstehend und beide Theile bedrohend, die Ankunft der Athener bei diesenLetzteren abwarten, oder sie aus ihrer vorteilhaften Stellung bei Man-tinea, vielleicht auch den Agesilaus mit dem spartanischen Fussvolk ausSparta herauslocken wollte, und sie dann einzeln schlagen, oder sichdes unbeschirmten Spartas durch einen plötzlichen Ueberfall bemächtigenwollte. Dem sei indessen wie ihm wolle, die Unthätigkeit einessolchen Feldherren mit einem so starken Heere versetzte die bei Mantineaversammelten Truppen in grosse Unruhe, und sie baten dringend diespartanische Regierung, ihnen den Agesilaus mit dem Rest des spartani-schen Fussvolks zu schicken. Es ist auffallend, dass die spartanischeRegierung hierauf einging, Agesilaus nach Mantinea sandte und Spartaganz ohne Schutz liess.

Kaum hatte Epaminondas erfahren, dass Agesilaus aus Sparta ab-gerückt sei er hatte vermuthlich die Richtung nach dem ionischen Passeingeschlagen), so rückte er unverweilt noch des Abends mit seinemganzen Heere auf dem kürzesten, von den Spartanern nur schwach undnachlässig besetzten Wege durch Sellasia nach Sparta. Und diesmalwürde er höchst wahrscheinlich die Stadt eingenommen haben, hättenicht ein Kreter dem Agesilaus von dem Marsch des Epaminondas Nach-richt gegeben, und wäre nicht Agesilaus , der sofort nach Sparta zurück-eilte , vor dem Epaminondas bei dieser Stadt angekommen. Da die ge-sammte spartanische Reiterei und ein Theil des spartanischen Fussvolkssich bei Mantinea befand, so genügten die mit Agesilaus gekommenenTruppen kaum, um die von allen Seiten offene Stadt gegen das starkethebanische Heer zu vertheidigen. Aber Agesilaus bewaffnete alle in

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