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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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296 II. Vom Anfang der griecn.-pers. Kriege bis zum Tode Alexanders d. Gr.

§ 75-Krieg im Peloponnes (366365). Dritter Feldzug des Epaminondas

im Peloponnes (366).

Die Mitwirkung der Athener. der Mieths- und der syrakusischenTruppen. und besonders der Perser auf Seiten Spartas, der Sieg desArchidamus. die Uneinigkeit zwischen den thebanischen Verbündetenim Peloponnes, der Krieg der Thebaner mit Alexander von Pherä unddie Erfolge dieses Letzteren, dies Alles zusammen schien wohl genügend,um Sparta das Uebergewicht im Kriege zu geben. In Erwägung, dassder Hauptgrund hierzu in der Verbindung Spartas mit Persien läge,schickten die Thebaner Pelopidas zu Artaxerxes, um diesen auf ihreSeite zu bringen. Pelopidas erreichte seinen Zweck durch geschickteUnterhandlungen; aber die daraus folgende erneute Einmischung derPerser in die griechischen Angelegenheiten hatte für Theben nicht diegewünschten Folgen. Die griechischen Staaten und besonders der arka-dische Bund lehnten den Friedensschluss entschieden ab, welchen dieThebaner durch Vermittlung der Perser vorschrieben.

Da beschloss Epaminondas, immer mit der Sorge für das Wohlseiner Heimath beschäftigt, Achaja im Peloponnes zu zwingen, von demBunde mit Sparta abzufallen und dem Bunde mit Theben beizutreten,und zum dritten Male zog er in den Peloponnes (366). Um ihn am Ein-marsch zu verhindern, besetzten die Spartaner und Athener die Pässe inden one'ischen Bergen mit zwei Truppencorps, von denen das eine untereinem spartanischen, das andere unter einem athenischen Führer stand.Aber die peloponnesischen Verbündeten der Thebaner halfen ihnentrotzdem zum Durchzug durch die Landenge. In Folge der Sorglosig-keit der beiden feindlichen Anführer gelang es dem argivischen Feld-herrn Pisias, mit 2000 Mann eine Höhe zu besetzen, deren Besitz demEpaminondas ermöglichte, ohne Mühe in den Peloponnes einzurücken.Nach Vereinigung mit den Truppen der peloponnesischen Verbündetenging er nach Achaja. Aber die vornehmsten Achäer legten im vollstenVertrauen auf den edlen Sinn des Epaminondas das Schicksal ihresLandes ganz in seine Hand. Und er täuschte ihr Vertrauen nicht: nach-dem er den Achäern nur das Versprechen der Treue gegen Theben ab-genommen und Geissein dafür erhalten hatte, führte er sein Heer ausAchaja nach Böotien zurück (366).

Immer heftiger entbrannte inzwischen die Zwietracht und der Bür-gerkrieg im Peloponnes, an welchem auf der einen Seite Theben, aufder andern Sparta und Athen theilnahmen. Die Argiver und Arkadier,von den Thebanern unterstützt, führten Krieg mit Phlius, dem wiederdie Athener beistanden, und gleichzeitig lagen die Arkadier mit denEleern im Kriege (366365). Inmitten dieser Bürgerkriege, die übrigens