11. Krieg zwischen Sparta u. Theben. Agesilaus, Pelopidas u. Epaminondas. 293
bündeten bei sich hatten, begegneten die Böotarchen bei Cenchreä (inArgolis, nahe bei dessen Grenze nach Arkadien und Lakonien^ einemathenischen Heere unter des Iphikrates Führung. Hier wurde, nachPlutarch's Angabe. Iphikrates geschlagen und zog sich zurück. — nichtzur korinthischen Landenge hin. um die dortigen Bergpässe zu besetzenund den Böotarchen den Weg zu versperren. — sondern nach Korinth,wodurch dem thebanischen Heere der Uebertritt aus dem Peloponnes nachBöotien freigegeben war. Parteiisch für Athen und Sparta und ungerechtgegen Epaminondas, erwähnt Xenophon Nichts von der Niederlage desIphikrates und sagt nur, dass Iphikrates, welcher zu derjenigen Parteigehört habe, die sich der Unterstützung Spartas widersetzte, absichtlichnach Korinth hin abgezogen sei, und dass demzufolge das thebanischeHeer lediglich diesem Umstände es zu verdanken habe, dass es ungehindertaus dem Peloponnes habe abziehen können. Dem sei übrigens wie ihmwolle, — das thebanische Heer durchzog die korinthische Landenge undkehrte nach Böotien zurück, und damit endete der erste.- 85 Tagedauernde (nach Diodor) Feldzug des Epaminondas im Peloponnes, dessenKesultate ebenso glänzend und ebenso erspriesslich für Theben, alsdemüthigend und schädlich für Sparta waren.
Nach dem Abzüge der Thebaner aus dem Peloponnes lag für dasrings von Feinden (Argivern, Arkadiern. Messeniern ; umgebene und voninneren Unruhen bewegte Sparta (der ganze nordwestliche Theil des-selben war im Aufstand, die Nothwendigkeit gebieterisch vor, sich soeng als möglich mit Athen zu verbünden, und es trat deshalb mit diesemin Unterhandlungen ein über ein gemeinschaftliches Handeln in dem be-vorstehenden Feldzuge. Beide Regierungen hatten sich schon dahin ge-einigt, dass der Oberbefehl zu Lande den Spartanern, zur See den Athe-nern zugesprochen werden solle. Aber der Parteigeist gewann die Ober-hand über den Verstand und über die Erkenntniss des wahren Vortheilsbeider Staaten, und es wurde beschlossen, dass der Oberbefehl zu Landeund zur See alle fünf Tage abwechselnd den Athenern und den Sparta-nern zustehen solle. Im Frühjahr 368 sammelte sich ein aus Spartanernund Athenern gemischtes Heer bei Korinth. um den Thebanern den Wegin den Peloponnes zu verlegen; ein Theil dieser Streitkräfte wurde aberzur Besetzung der Pässe über das Gebirge Oneum in der Mitte der korinthi-schen Landenge vorgeschoben. Es gelang Epaminondas, welcher wiedermit dem thebanischen Heer in den Peloponnes zog. durch Verrath, vielleichtauch in Folge der geringen Stärke der in den oneischen Bergen stehen-den , von einem spartanischen Polemarchen befehligten Abtheilung, mitdiesem Letzteren einen Waffenstillstand zu schliessen und sich nun nachDurchschreitung der korinthischen Landenge in aller Ruhe mit denArgivern, Arkadiern und Eleern zu vereinigen. An Kräften ihm bedeu-