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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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11. Krieg zwischen Sparta u. Theben. Agesilaus, Pelopidas u. Epaminondas. 289=

nien selbst bis auf 70,000 Mann verstärkt worunter allein 40,000 Mannschweren Fussvolks), sicherte nun Epaminondas die Unabhängigkeit vonMantinea und die Selbständigkeit des arkadischen Bundes, befestigte denEinfluss Thebens im Peloponnes und wollte dann schon den Rückmarschnach Böotien antreten. Aber die peloponnesischen Verbündeten Thebensstellten ihm vor, dass in Lakonien eine grosse Zahl Unzufriedener exi-stire, die zum Aufstande bereit seien, dass das Heer schon entlassen seiund in Eile höchstens einige spartanische Truppen aufgestellt werdenkönnten, denn der grösste Theil der Lacedämonier habe sich geweigert,unter den Waffen zu bleiben und dass andererseits die Thebaner entschie-den überlegen seien an Zahl, Ausbildung und Begeisterung. Und deshalbbäten sie Epaminondas dringend, in Lakonien einzurücken und Spartaselbst anzugreifen. Epaminondas gab ihren Bitten nach, und obgleichschon der Winter da war und den Böotarchen nur noch ein Monat vonihrem Amtsjahr blieb, die Grenzen Lakoniens von Bergen geschützt unddie Pässe über diese Berge von spartanischen Truppen besetzt waren,man auch auf einen äusserst hartnäckigen Widerstand in Sparta gefasstsein musste, so beschloss er doch in Lakonien einzurücken. Pelopidastrat seiner Meinung bei, und deshalb erklärten die übrigen Böotarchensich gleichfalls einverstanden und übertrugen dem Epaminondas undPelopidas den Oberbefehl. In Folge dessen rückten noch im Januar 36970,000 Mann in zwei Hauptrichtungen in Lakonien ein. DieHülfstruppender thebanischen Verbündeten gingen über den ionischen Gebirgspassüber das Gebirge Oneum, an der Nordwestgrenze von Lakonien gegenArkadien, nahe der einen Quelle des Eurotas. Dieser Pass war von einerziemlich starken Schaar lacedämonischer Neodamoden und tegei'sckerFlüchtlinge besetzt, unter dem Befehl des Spartaners Ischolaus. An einerungünstigen Stelle aufgestellt, wurde Ischolaus von dem überlegenenFeinde umzingelt, geschlagen, er selbst fiel und mit ihm ein grosser Theilseines Heerhaufens. Zu gleicher Zeit zogen die eigentlichen thebanischenTruppen über einen andern, weit schwierigeren, aber vom Feinde nichtbesetzten Pass, etwas nordöstlich von dem ionischen, bei dem StädtchenKaryä, nahe der Quelle des Flüsschens Oenus, das in den Eurotas mündet.Nachdem die Thebaner diesen Pass ungehindert überschritten hatten,vereinigten sie sich mit den Truppen der Verbündeten und zogen, ohneauf Widerstand zu stossen, in das Thal des Eurotas und dann an dessenlinkem Ufer hinab nach Sparta zu, zündeten Sellasia an und verwüstetenrings umher Alles mit Feuer und Schwert. Am zweiten Tage kamen sienach Überschreitung eines Berges an eine Brücke über den Eurotas, andessen anderem Ufer nicht weit entfernt das unbefestigte von allen Seitenoffene Sparta lag. Die Brücke ward stark besetzt gefunden, der Sturmauf dieselbe nicht unternommen, sondern Epaminondas und Pelopidas

Galitzin, Allgera. Kriegsgeschichte. 1,1. 19