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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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11. Krieg zwischen Sparta u. Theben. Agesilaus, Pelopidas u. Epaniinondas. 287

haupt an der Schlacht theilgenommen zu haben. Der Verlust anTodten,ausser Kleornbrotus, belief sich auf mehr als 400 spartanische Hopliten(von 700 im Ganzen) und nahe an 1000 Lacedämonier. Die Spartanerbaten um Waffenstillstand, um ihre Todten zu bestatten, und erklärtensich dadurch für besiegt. Die Thebaner aber, die nur wenig Leute ein-gebüsst hatten, errichteten auf dem Schlachtfelde ein Siegeszeichen,wagten es aber doch nicht, das befestigte und günstig auf einer Anhöhegelegene spartanische Heerlager anzugreifen, sondern schlössen es ein,in der Absicht, es von Verstärkungen und Zufuhr an Lebensmitteln ausdem Peloponnes abzuschneiden und durch Hunger doch endlich zurTJeber-gabe zu zwingen.

Das war die berühmte Schlacht bei Leuktra, in welcher, Dank denvorzüglichen taktischen Anordnungen des Epaminondas und der zuerstvon ihm angeordneten schrägen Schlachtordnung, die Thebaner einenentscheidenden Sieg über ein zahlreicheres spartanisches Heer davon-trugen und die Spartaner selbst aufs Haupt schlugen.

ILZweite Hälfte des Krieges nach dem Siege bei Leuktra (371362).

§.73.

Folgen des Sieges bei Leuktra. Krieg im Peloponnes. Ersterund zweiter Feldzug des Epaminondas im Peloponnes (371368).

Der Sieg bei Leuktra war ein entscheidender, sowohl an sich selbst,wie durch seine Resultate. Er versetzte Sparta einen heftigen Stoss, inmoralischer wie in politischer Beziehung, indem er diesen hochmüthigenStaat demüthigte und seine Hegemonie über Griechenland zerstörte undzugleich den Grund legte zur Erstarkung und Vergrösserung Thebens undzur Erweiterung des Ansehens Thebens in Griechenland. Dem entspre-chend gewinnt auch der Krieg zwischen diesen beiden Staaten ein anderesAnsehen. Die Thebaner gehen zur entschiedenen Offensive über, Spartawird in die Defensive gedrängt. Gleichwie bis zur Schlacht bei Leuktra'die Spartaner in Böotien. einen Angriffskrieg geführt hatten, so beginnenjetzt die Thebaner, indem sie sich in die Angelegenheiten des Peloponnesmischen und dort Verbündete gewinnen, den Krieg selbst bis nach Lako-nien hinein zu tragen. Und sie führten den Krieg mit merkwürdigerKunst und grossem Erfolg: denn die Hauptacteurs in demselben warenauf ihrer Seite Pelopidas und namentlich Epaminondas Der letztere er-wies sich als ebenso gewandter Politiker, wie grosser Feldherr, und hätteSparta fast ganz zertrümmert.

Bei der Nachricht von der Niederlage des spartanischen Heeres bei